PSB vs. New Order - Musik- und Vermarktungskonzepte

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ChrisPSB
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PSB vs. New Order - Musik- und Vermarktungskonzepte

#1 Beitrag von ChrisPSB » So 24. Nov 2019, 02:57

Edit Moderation:
Da unser ChrisPSB in seiner Argumentation als vergleichendes Beispiel gerne New Order anführt,
hier mal die Auslagerung der eigentlichen Thematik.
Auch damit die einzelnen Threads in denen das sonst passiert etwas "sauberer" und leserlicher beim eigentlichen Thema bleiben.



Zukunft hat geschrieben:
Fr 22. Nov 2019, 19:11
Super, dass die Jungs sowas in dieser Qualität überhaupt noch machen.
Das würde ich, als ein Beispiel aus selbiger Altersklasse, von NO behaupten, nicht aber von den PSB. Die Formate der Veröffentlichungen erscheinen willkürlich, das Grafikdesign ist lazy, die "Videos" grauenvoll. Auch die B-Seiten der vergangenen zehn Jahre sind summa summarum keine weitere, dritte Compilation wert. Auch die Wahl der Remixer ist fragwürdig und bildet kaum mehr den Zeitgeist oder eine Vision ab. Die PSB bräuchten ein Label, das sich ordentlich um all das kümmert. Das sage ich aber schon seit Jahren.

Allerdings sei dazu gesagt, dass immerhin das Albumcover von Hotspot spannend und toll ist!
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Re: 2.Single - "Burning the heather" - 7"-Vinyl - VÖ: 13.12.19

#2 Beitrag von Zukunft » So 24. Nov 2019, 10:41

ChrisPSB hat geschrieben:
So 24. Nov 2019, 02:57

Das würde ich, als ein Beispiel aus selbiger Altersklasse, von NO behaupten, nicht aber von den PSB. Die Formate der Veröffentlichungen erscheinen willkürlich, das Grafikdesign ist lazy, die "Videos" grauenvoll. Auch die B-Seiten der vergangenen zehn Jahre sind summa summarum keine weitere, dritte Compilation wert. Auch die Wahl der Remixer ist fragwürdig und bildet kaum mehr den Zeitgeist oder eine Vision ab. Die PSB bräuchten ein Label, das sich ordentlich um all das kümmert. Das sage ich aber schon seit Jahren.

Allerdings sei dazu gesagt, dass immerhin das Albumcover von Hotspot spannend und toll ist!
Dass Du die aktuellen New Order in vielen Beziehungen seit Jahren für das Nonplusultra schlechthin hältst, hast Du hier nun zum wiederholten Male angeführt. Meine Kritikpunkte daran, habe ich jedesmal angebracht, tue es hier aber gerne wieder, da Du Dich inhaltlich gerne im Kreis zu drehen scheinst. Dem möchte ich hiermit entsprechen.

1. Auswahl der Formate: Nur weil die PSB eine Single vorerst nur digital und als 7“ veröffentlichen, kann man bei bestem Willen nicht von Willkür sprechen. Den PSB als Pioniere der CD-Single/Maxi-CD (seit 1987 jede Single auch als CD) die jede VÖ ebenfalls mit mindestens einer Vinyl garniert haben, kann man in dieser Beziehung wahrlich keine Willkür unterstellen. Dieser Vorwurf ist nicht stichhaltig.

2. Das Grafikdesign ist über die Jahre auf höchstem Niveau, hat zu Recht Preise gewonnen und ist mittlerweile in Museen zu sehen.

3. Die beiden aktuellen Lyricvideos sind technisch solide, „Dreamland“ sogar richtig kreativ. Das Video zu „Burning the Heather“ hat eine dem Song absolut angemessene herbstliche Melancholie. Ich finde es sehr gelungen. Hier von einer „Farce“ zu reden, ist unangemessen. Andere Künstler zeigen nur das Plattencover und blenden darüber den Text ein. Solche Lyricvideos sind eine Farce.

3. Die B-Seiten. Die derzeitige Schwachstelle der Jungs. Durch das rein digitale Produzieren sind in den vergangenen Jahren wenige richtige Kracher entstanden. Oft hatten sie Demo-Niveau. Das ist schade, denn die PSB sind eine der Bands, wo die Albumtracks und B-Seiten für gewöhnlich Topniveau hatten. Jetzt sind auch Highlights dabei, aber eben auch viel Durchschnitt, bei dem das Songwriting oft stimmig ist, nur die Produktion abfällt.

4. Auswahl der Remixer. Darüber kann man vortrefflich streiten. Müssen die Remixer immer die Hipsten und Neuesten sein? Wer legt fest, welche Richtung sie gefälligst zu wählen haben? Das ist Ansichtssache. Ich gestehe Dir hier Deine Argumentation zu, halte sie allerdings nicht für allgemeingültig.

Nebenbei: Die letzten Sleevedesigns von NO waren häßlich und eintönig. Absolut nichts Besonderes. Die Qualität der Produkte (Glossy Cover, Druck usw.) ist auf einem Level mit den PSB. Da kann man unseren Jungs nicht nachsagen, sie würden diesbezüglich Müll abliefern.
Fazit: Die reflexhafte Bissigkeit gegen fast (!) alles, was die PSB jüngst veröffentlicht haben, hält einer inhaltlichen Betrachtung in sehr vielen Punkten nicht stand.

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Re: PSB vs. New Order - Musik- und Vermarktungskonzepte

#3 Beitrag von ubik » So 24. Nov 2019, 12:40

Eins vorneweg: Ich schätze NO sehr, besitze alle Studio-Alben und noch einige weitere Veröffentlichungen.

Beide Gruppen sind z. T. schwer miteinander zu vergleichen. Alleine die Tatsache, dass NO seit 2001 lediglich 3,5 Studio-Alben veröffentlicht haben (die PSB im gleichen Zeitraum 6 - die VÖ des 7. steht kurz bevor)... NO veröffentlichen meines Wissens auch seit Jahren keine B-Seiten mehr... Music Complete (Complete Music) war stark, aber äußerst rückwärtsgewandt.

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Re: 2.Single - "Burning the heather" - 7"-Vinyl - VÖ: 13.12.19

#4 Beitrag von konsul » So 24. Nov 2019, 17:10

Zukunft hat geschrieben:
So 24. Nov 2019, 10:41

Fazit: Die reflexhafte Bissigkeit gegen fast (!) alles, was die PSB jüngst veröffentlicht haben, hält einer inhaltlichen Betrachtung in sehr vielen Punkten nicht stand.
Sehr schön zusammengefasst, Henning. Genauso sehe ich das auch. :up:

Ich hätte mir nur aus Sammlergründen eine CD von BTH gewünscht. Meinetwegen auch nur als Import.
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Re: 2.Single - "Burning the heather" - 7"-Vinyl - VÖ: 13.12.19

#5 Beitrag von ChrisPSB » Mo 25. Nov 2019, 04:39

Zukunft hat geschrieben:
So 24. Nov 2019, 10:41

Dass Du die aktuellen New Order in vielen Beziehungen seit Jahren für das Nonplusultra schlechthin hältst, hast Du hier nun zum wiederholten Male angeführt. Meine Kritikpunkte daran, habe ich jedesmal angebracht, tue es hier aber gerne wieder, da Du Dich inhaltlich gerne im Kreis zu drehen scheinst. Dem möchte ich hiermit entsprechen.

1. Auswahl der Formate: Nur weil die PSB eine Single vorerst nur digital und als 7“ veröffentlichen, kann man bei bestem Willen nicht von Willkür sprechen. Den PSB als Pioniere der CD-Single/Maxi-CD (seit 1987 jede Single auch als CD) die jede VÖ ebenfalls mit mindestens einer Vinyl garniert haben, kann man in dieser Beziehung wahrlich keine Willkür unterstellen. Dieser Vorwurf ist nicht stichhaltig.

2. Das Grafikdesign ist über die Jahre auf höchstem Niveau, hat zu Recht Preise gewonnen und ist mittlerweile in Museen zu sehen.

3. Die beiden aktuellen Lyricvideos sind technisch solide, „Dreamland“ sogar richtig kreativ. Das Video zu „Burning the Heather“ hat eine dem Song absolut angemessene herbstliche Melancholie. Ich finde es sehr gelungen. Hier von einer „Farce“ zu reden, ist unangemessen. Andere Künstler zeigen nur das Plattencover und blenden darüber den Text ein. Solche Lyricvideos sind eine Farce.

3. Die B-Seiten. Die derzeitige Schwachstelle der Jungs. Durch das rein digitale Produzieren sind in den vergangenen Jahren wenige richtige Kracher entstanden. Oft hatten sie Demo-Niveau. Das ist schade, denn die PSB sind eine der Bands, wo die Albumtracks und B-Seiten für gewöhnlich Topniveau hatten. Jetzt sind auch Highlights dabei, aber eben auch viel Durchschnitt, bei dem das Songwriting oft stimmig ist, nur die Produktion abfällt.

4. Auswahl der Remixer. Darüber kann man vortrefflich streiten. Müssen die Remixer immer die Hipsten und Neuesten sein? Wer legt fest, welche Richtung sie gefälligst zu wählen haben? Das ist Ansichtssache. Ich gestehe Dir hier Deine Argumentation zu, halte sie allerdings nicht für allgemeingültig.

Nebenbei: Die letzten Sleevedesigns von NO waren häßlich und eintönig. Absolut nichts Besonderes. Die Qualität der Produkte (Glossy Cover, Druck usw.) ist auf einem Level mit den PSB. Da kann man unseren Jungs nicht nachsagen, sie würden diesbezüglich Müll abliefern.
Fazit: Die reflexhafte Bissigkeit gegen fast (!) alles, was die PSB jüngst veröffentlicht haben, hält einer inhaltlichen Betrachtung in sehr vielen Punkten nicht stand.
Einleitend: NO halte ich für eine vergleichbare Band, da sie einerseits bereits lange im Business sind und andererseits in den Kategorien, die wir hier besprechen, ein beachtliches Werk vorzuweisen haben. Ich habe allerdings an keiner Stelle behauptet, es handle sich um das Nonplusultra. Ich führe NO zudem als Beispiel an, weil sie seit ihrem letzten Comeback ein klares Konzept vorweisen können. Das gilt für so ziemlich alle Bereiche: Veröffentlichungen, Sleeve-Design, Videoclips, Live-Appearance. Es ist ganz einfach so, dass mit Mute eine Plattenfirma hinter NO steht, die sich kümmert und der Band Struktur gibt. Die Fans wissen das zu schätzen. Das erfahre ich in Foren, das weiß ich aus persönlichen Gesprächen, und so äußern das auch Kollegen. Meine These lässt sich letztlich darauf herunterbrechen, dass den PSB ein Label wie Mute auch gut täte, denn so, wie es seit 2013 mit x2 ist, wirkt alles recht fahrig.

1. Auswahl der Formate: Was ich an NO seit Mute schätze, ist, dass wir seit Music Complete homogene Single-Releases bzw. Pakete erhalten. Sprich: CD, Vinyl, digital. Da ist für jeden etwas dabei, es gibt zwar keine B-Sides, dafür aber tolle Remixe von 'interessanten' Künstlern. Ich würde mir wünschen, dass die PSB hier ebenfalls wieder einen organisierten, konsistenten Eindruck hinterlassen. Es ist keineswegs schlecht, dass es eine 7" zu Burning the heather geben wird, der Sinn erschließt sich mir dennoch nicht wirklich. Immerhin sind die Song darauf weder exklusiv, noch ist das als VÖ interessant für DJs. Wer legt heute für zwei Songs noch eine Platte auf? Wenn schon kein einheitliches Konzept bei der Veröffentlichung von Singles, so hätte ich an dieser Stelle eine CD mit allen Tracks eher begrüßt. Bei Electric funktioniert das (im Ansatz) ja auch. Ansonsten: Als Sammler-Gimmick? Okay, geschenkt. Als jemand, der viele reguläre VÖ der PSB besitzt, halte ich die 7" für verschmerzbar.

2. Grafikdesign: Das ist letztlich rein subjektiv. Ich sage dir also hingegen : Das Grafikdesign ist seit Jahren langweilig, geradezu monoton. Die PSB haben in den vergangenen 20 Jahren genau wie viele Preise für das Grafikdesign ihrer Produkte gewonnen? Welche Artworks sind in welchen Museen zu sehen? Genau: Da kommst du auf sehr wenige Beispiele, die die letzen 20 Jahre betreffen. Von und zu NO und Factory Records gibt es ebenfalls zahlreiche Ausstellungen. Das ist recht dünn, was du hier anführst.

3. Videoclips: Dreamland ist aufwendig, aber viel zu überladen/überfrachtet und kann sich zwischen Lyricsvideo und Videoclip nicht entscheiden. Der Text geht hier unter. Burning the heather hingegen mag zwar technisch solide sein, wirkt aber gerade in seinen Effekten vollkommen angestaubt und absurd altbacken. Ein bisschen Stock-Footage zu zeigen ist auch keine kreative Meisterleistung. Ich habe beruflich viel mit Gestaltern zu tun und habe mir Meinungen hierzu eingeholt. Das Feedback war tatsächlich stimmig: Dreamland ist durchaus kreativ und aufwendig, aber unausgegoren in seiner Form. Burning the heather hat nur für Schmunzeln gesorgt. Der Clip zu Burning the heather ist peinlich. Lieber sollten sie es ganz bleiben lassen.

3. B-Sides: Was du als stimmig beschreibst, zeichnet sich auch dadurch aus, dass bei den B-Sides der vergangenen Jahre oftmals Soundelemente verwendet werden, die wir seit vielen Jahren kennen. Ich finde, die Jungs lassen hier eine gewisse Kreativität vermissen. Wenn es, wie das ein oder andere Ma geschehen, ins Absurde geht, dann ist das bestenfalls interessant. Andererseits ist natürlich zu sagen, dass es für den Fan eine schöne Sache ist, überhaupt B-Sides zu erhalten. Welche Band kümmert sich schon noch darum? Wie ich allerdings an anderer Stelle schrieb: An open mind ist m. E. einer der besten PSB-Tracks der auslaufenden Dekade, eine tolle B-Side sowieso! Wenn wir mit Decide eine weitere schöne Nummer bekommen, ist der Trend immerhin wieder positiv.

4. Ich stelle keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, sondern markiere nahezu jedes Mal und immer wieder, dass es sich hier um meine subjektive Sicht der Dinge handelt, die andere gerne anders sehen können, sogar sollen. Die Wahl muss nicht auf vermeintlich hippe oder neue Künstler liegen, aber es sollten einfach interessante Leute sein. Zumindest für mich war da kaum etwas dabei in den vergangenen Jahren. Punktuell haben sie mit Unicorn Kid, Real Lies und Claptone aber auch meinen Geschmack getroffen.

Nebenbei: Okay, du bezeichnest das Sleevedesign von NO als hässlich und eintönig. Ich empfand es als originell und auf die Albumkampagne bezogen als homogen. Ist halt Geschmackssache. Und wenn, wie bei Dreamland, Artist und Titel wie mit Paint eingefügt wirken, dann empfinde ich das als schwach.

Inwiefern ist deine Argumentation nun inhaltlich stichhaltiger als meine? Nur, weil die PSB deiner Meinung nach Single-Pioniere sind, lassen sie seit Jahren dennoch kein schlüssiges Konzept in ihren Veröffentlichungen erkennen. Gerade seit x2 wirkt es mitunter fahrig. Preise und Ausstellungen für das Grafikdesign benennst du vermutlich bewusst nicht namentlich, eben, weil es da kaum etwas gibt, und die Videclips sind aus professioneller Sicht durchaus kritikwürdig.

Ich finde es schon spannender, wenn in einem Fanforum diskutiert wird. Würden wir alles nur loben, wäre das doch langweilig. ich habe hier allerdings mittlerweile deutlich das Gefühl, dass dies gar nicht gern gesehen wird. Ich werde mir ab jetzt allerdings Mühe geben, auch mehr zu markieren, wenn ich etwas für gelungen halte.
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Re: 2.Single - "Burning the heather" - 7"-Vinyl - VÖ: 13.12.19

#6 Beitrag von ChrisPSB » Mo 25. Nov 2019, 04:41

konsul hat geschrieben:
So 24. Nov 2019, 17:10
Zukunft hat geschrieben:
So 24. Nov 2019, 10:41

Fazit: Die reflexhafte Bissigkeit gegen fast (!) alles, was die PSB jüngst veröffentlicht haben, hält einer inhaltlichen Betrachtung in sehr vielen Punkten nicht stand.
Sehr schön zusammengefasst, Henning. Genauso sehe ich das auch. :up:
Herrlich, wie du immer nur zustimmst - besonders dann, wenn es gegen meine Person geht - nie aber drei eigenen Sätze zu einem Thema formulieren kannst, die das Forum lesenswerter machen würden. :rolleyes:
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Re: PSB vs. New Order - Musik- und Vermarktungskonzepte

#7 Beitrag von konsul » Mo 25. Nov 2019, 09:12

Hier geht es nicht gegen dich. Ich stimme Dir sogar zu, dass die Remixe seit Jahren wirklich nicht besonders klasse sind. Die letzten Remixe Dir mir gefallen haben und in meine Playliste geschafft haben, waren der Dusty Kid Remix von Leaving und der PSB Remix von Pop Kids. Es ist wirklich schade, dass selbst gut remixbare Songs wie z.B. Vocal oder Dreamland nichts vernünftiges abgeworfen haben.

Bei der Cover Gestaltung und bei den Videos kann ich dir nicht zustimmen.

Ich glaube auch nicht, dass es sich noch lohnt Videos mit künstlerischen Anspruch zu drehen. Fuer ihre Zielgruppe ist diese Art von Veröffentlichung unnötig. Sie verkaufen, meiner Meinung nach, kaum eine Platte mehr dadurch.
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Re: 2.Single - "Burning the heather" - 7"-Vinyl - VÖ: 13.12.19

#8 Beitrag von Zukunft » Mo 25. Nov 2019, 14:13

ChrisPSB hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 04:39
Einleitend: NO halte ich für eine vergleichbare Band, da sie einerseits bereits lange im Business sind und andererseits in den Kategorien, die wir hier besprechen, ein beachtliches Werk vorzuweisen haben. Ich habe allerdings an keiner Stelle behauptet, es handle sich um das Nonplusultra. Ich führe NO zudem als Beispiel an, weil sie seit ihrem letzten Comeback ein klares Konzept vorweisen können. Das gilt für so ziemlich alle Bereiche: Veröffentlichungen, Sleeve-Design, Videoclips, Live-Appearance. Es ist ganz einfach so, dass mit Mute eine Plattenfirma hinter NO steht, die sich kümmert und der Band Struktur gibt. Die Fans wissen das zu schätzen. Das erfahre ich in Foren, das weiß ich aus persönlichen Gesprächen, und so äußern das auch Kollegen. Meine These lässt sich letztlich darauf herunterbrechen, dass den PSB ein Label wie Mute auch gut täte, denn so, wie es seit 2013 mit x2 ist, wirkt alles recht fahrig.
Durch die Tatsache, dass Du New Order immer wieder anführst und an dieser Band bisher keinen einzigen Kritikpunkt äußerst, sondern im Gegenteil quasi alle Aspekte (VÖs, Sleeve-Design, Videoclips, Liveauftritte) ausnahmslos über den grünen Klee lobst, frage ich mich, was genau fehlt, um sie als das Nonplusultra einzustufen? Nach Deinen Ausführungen gibt es derzeit keine bessere Band auf diesem Planeten. Oder Du verschweigst bewusst Deine Kritikpunkte. Du wirfst Mitgliedern dieses Forums oft genug Naivität bzw. unreflektiertes Fan-Dasein in Sachen PSB vor. Bei New Order halte ich bei Dir selbiges für nicht ganz ausgeschlossen.
Wenn Du Insiderwissen über die Arbeit von Mute mit New Order hast, dann lass uns bitte ein wenig daran teilhaben. In welche kreativen Entscheidungsprozesse ist die Band nicht eingebunden und was wird stattdessen ausschließlich vom Label übernommen? Segnet die Band die fertigen Entwürfe nur noch ab? Werden die großen Kampagnen (Album, Design, Promo und Tour) grundsätzlich und ausschließlich von Mute geplant? Welches Mitspracherecht hat die Band zu welchen Zeitpunkten? Ich finde sowas spannend und möchte es gerne wissen, kannte bisher aber niemanden, der so nah dran ist und die gesamten Entscheidungsprozesse mitbegleitet hat und deshalb das Gesamtkunstwerk New Order so gut beurteilen kann.
ChrisPSB hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 04:39
1. Auswahl der Formate: Was ich an NO seit Mute schätze, ist, dass wir seit Music Complete homogene Single-Releases bzw. Pakete erhalten. Sprich: CD, Vinyl, digital. Da ist für jeden etwas dabei, es gibt zwar keine B-Sides, dafür aber tolle Remixe von 'interessanten' Künstlern. Ich würde mir wünschen, dass die PSB hier ebenfalls wieder einen organisierten, konsistenten Eindruck hinterlassen. Es ist keineswegs schlecht, dass es eine 7" zu Burning the heather geben wird, der Sinn erschließt sich mir dennoch nicht wirklich. Immerhin sind die Song darauf weder exklusiv, noch ist das als VÖ interessant für DJs. Wer legt heute für zwei Songs noch eine Platte auf? Wenn schon kein einheitliches Konzept bei der Veröffentlichung von Singles, so hätte ich an dieser Stelle eine CD mit allen Tracks eher begrüßt. Bei Electric funktioniert das (im Ansatz) ja auch. Ansonsten: Als Sammler-Gimmick? Okay, geschenkt. Als jemand, der viele reguläre VÖ der PSB besitzt, halte ich die 7" für verschmerzbar.
Nenne mir bitte ein Single-Package der jüngeren PSB-Historie, das mit Ausnahme vom Aktuellen nicht den Dreiklang CD, 12" Vinyl und digital hatte. Die PSB haben das immer geliefert - sogar noch mit B-Seiten. Im direkten Vergleich sehe ich die PSB hier klar im Vorteil gegenüber NO.
Du schreibst, Dir erschließt sich der Sinn der 7" nicht, füllst Dein vorgespieltes Unwissen direkt aber mit der plausiblen Antwort auf: Sammler-Gimmick.
Deine Ausführungen zu Punkt 1.) sind leider reiner Populismus, weil bei einer genauen Betrachtung Dein PSB-Kritikpunkt, es würden bei den Single-Packages in der letzten Zeit entweder die CD, die Vinyl oder der digitale Release fehlen, schlicht und einfach nicht zutreffen.
ChrisPSB hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 04:39
2. Grafikdesign: Das ist letztlich rein subjektiv. Ich sage dir also hingegen : Das Grafikdesign ist seit Jahren langweilig, geradezu monoton. Die PSB haben in den vergangenen 20 Jahren genau wie viele Preise für das Grafikdesign ihrer Produkte gewonnen? Welche Artworks sind in welchen Museen zu sehen? Genau: Da kommst du auf sehr wenige Beispiele, die die letzen 20 Jahre betreffen. Von und zu NO und Factory Records gibt es ebenfalls zahlreiche Ausstellungen. Das ist recht dünn, was du hier anführst.
Du weißt genauso gut wie ich, dass das Video zu "Home & Dry" sogar einen eigenen Ausstellungsraum bekommen hat, dass in der letzten Wolfgang-Tilmanns-Ausstellung im Tate diverse Plattencover zu sehen waren, dass das National Design Museum sich der Optik der Pet Shop Boys gewidmet hat. Fair enough: Factory Records als Gesamtheit war auch schon museal, aber eine NO-Ausstellung ist mir noch nie untergekommen. Aber da Du ja so dermaßen gut in der Materie bist - sonst könntest Du ja unmöglich diese fundierten Vergleiche ziehen -, bin ich gespannt, was Du hier anführen wirst.
ChrisPSB hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 04:39

3. Videoclips: Dreamland ist aufwendig, aber viel zu überladen/überfrachtet und kann sich zwischen Lyricsvideo und Videoclip nicht entscheiden. Der Text geht hier unter. Burning the heather hingegen mag zwar technisch solide sein, wirkt aber gerade in seinen Effekten vollkommen angestaubt und absurd altbacken. Ein bisschen Stock-Footage zu zeigen ist auch keine kreative Meisterleistung. Ich habe beruflich viel mit Gestaltern zu tun und habe mir Meinungen hierzu eingeholt. Das Feedback war tatsächlich stimmig: Dreamland ist durchaus kreativ und aufwendig, aber unausgegoren in seiner Form. Burning the heather hat nur für Schmunzeln gesorgt. Der Clip zu Burning the heather ist peinlich. Lieber sollten sie es ganz bleiben lassen.
Ok, erst sind die Lyricvideos zu simpel, technisch anspruchslos und "eine Farce". Dann ist eines der aktuellen Videos ("Dreamland") plötzlich zu überladen und der Text ginge unter und "Burning the Heather" ist auf einmal zumindest technisch "solide". Die populistische Generalkritik hält auch hier der genaueren Betrachtung nicht stand.
Woher weißt Du, dass es sich bei den Bildern in "Burning the Heather" um Stock-Footage handelt? War das möglicherweise nur geraten, damit Du Deine Kritik aufrecht erhalten kannst?
Ich bin mit dem YouTube-Clip direkt in unsere Abteilung für Grafik und On Air Design gegangen. Peinlich fand den niemand.
ChrisPSB hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 04:39

3. B-Sides: Was du als stimmig beschreibst, zeichnet sich auch dadurch aus, dass bei den B-Sides der vergangenen Jahre oftmals Soundelemente verwendet werden, die wir seit vielen Jahren kennen. Ich finde, die Jungs lassen hier eine gewisse Kreativität vermissen. Wenn es, wie das ein oder andere Ma geschehen, ins Absurde geht, dann ist das bestenfalls interessant. Andererseits ist natürlich zu sagen, dass es für den Fan eine schöne Sache ist, überhaupt B-Sides zu erhalten. Welche Band kümmert sich schon noch darum? Wie ich allerdings an anderer Stelle schrieb: An open mind ist m. E. einer der besten PSB-Tracks der auslaufenden Dekade, eine tolle B-Side sowieso! Wenn wir mit Decide eine weitere schöne Nummer bekommen, ist der Trend immerhin wieder positiv.
Bei welcher B-Seite gehen die Sounds ins Absurde?
Welche Konsequenz forderst Du von PSB ein: Sollten sie auf B-Seiten komplett verzichten, weil einigen Fans die Qualität des Materials nicht ausreicht? Oder sollten sie trotzdem weiter neues Material auf die Single-Pakete packen?
ChrisPSB hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 04:39

4. Ich stelle keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, sondern markiere nahezu jedes Mal und immer wieder, dass es sich hier um meine subjektive Sicht der Dinge handelt, die andere gerne anders sehen können, sogar sollen. Die Wahl muss nicht auf vermeintlich hippe oder neue Künstler liegen, aber es sollten einfach interessante Leute sein. Zumindest für mich war da kaum etwas dabei in den vergangenen Jahren. Punktuell haben sie mit Unicorn Kid, Real Lies und Claptone aber auch meinen Geschmack getroffen.
Ok. Trotzdem wirfst Du der Band Versäumnisse vor, statt einfach zu sagen, sie treffen wiederholt und mittlerweile mehrheitlich nicht (mehr) Deinen Geschmack. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
ChrisPSB hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 04:39

Inwiefern ist deine Argumentation nun inhaltlich stichhaltiger als meine? Nur, weil die PSB deiner Meinung nach Single-Pioniere sind, lassen sie seit Jahren dennoch kein schlüssiges Konzept in ihren Veröffentlichungen erkennen. Gerade seit x2 wirkt es mitunter fahrig.
Stichhaltiger ist es schon deshalb, weil Deine Grundannahme, die PSB würden bei Single-VÖs kein einheitliches und schlüssiges Konzept fahren - als Beispiel nennst Du das angebliche Fehlen von entweder CD, Vinyl oder digital - einfach nicht stimmt. Selbst die Sleeve-Designs haben zur jeweiligen Albumkampagne gepasst, die Produktion (Glossy Hardcover, Innenhülle usw.) war aufwendig. Ich kann da kein fahriges Verhalten erkennen. Wenn die Optik oder der musikalische Inhalt nicht den persönlichen Geschmack trifft: ok. Aber grundsätzlich ein fehlendes Konzept herbeizureden, entbehrt jeder Grundlage.
ChrisPSB hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 04:39
Ich finde es schon spannender, wenn in einem Fanforum diskutiert wird. Würden wir alles nur loben, wäre das doch langweilig. ich habe hier allerdings mittlerweile deutlich das Gefühl, dass dies gar nicht gern gesehen wird. Ich werde mir ab jetzt allerdings Mühe geben, auch mehr zu markieren, wenn ich etwas für gelungen halte.
Wenn jemand Deine Meinung nicht teilt, musst Du das akzeptieren. Und wenn Dich gar jemand für Deine Meinung kritisiert, dann musst Du das auch aushalten. Eine kontroverse Diskussion hier einzufordern und sich gleichzeitig darüber zu beschweren, dass Deine Kritik wiederum Kritik hervorruft, ist in sich unlogisch.

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Re: 2.Single - "Burning the heather" - 7"-Vinyl - VÖ: 13.12.19

#9 Beitrag von ChrisPSB » Do 28. Nov 2019, 18:52

Zukunft hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 14:13
Durch die Tatsache, dass Du New Order immer wieder anführst und an dieser Band bisher keinen einzigen Kritikpunkt äußerst, sondern im Gegenteil quasi alle Aspekte (VÖs, Sleeve-Design, Videoclips, Liveauftritte) ausnahmslos über den grünen Klee lobst, frage ich mich, was genau fehlt, um sie als das Nonplusultra einzustufen? Nach Deinen Ausführungen gibt es derzeit keine bessere Band auf diesem Planeten. Oder Du verschweigst bewusst Deine Kritikpunkte. Du wirfst Mitgliedern dieses Forums oft genug Naivität bzw. unreflektiertes Fan-Dasein in Sachen PSB vor. Bei New Order halte ich bei Dir selbiges für nicht ganz ausgeschlossen.
Ausschließlich Bands, die seit Jahrzehnten im Business sind, veröffentlichen ihre Singles noch auf umfassende Weise physisch. Es gibt kaum Beispiele, die einen Verglich zulassen Von diesen interessieren mich ausschließlich PSB und NO in den genannten Aspekten. Es macht kaum Sinn, hier 300 Indie-Bands anzuführen, da hier die Gegebenheiten andere sind - und da diese von loveetc. als grundsätzlich nicht ebenbürtig eingestuft werden. ;-) Noch einmal: Ich habe bereits ausdrücklich gesagt, dass es mir um einen Vergleich geht - nicht darum, ein Nonplusultra hervorzuheben.
Zukunft hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 14:13
Wenn Du Insiderwissen über die Arbeit von Mute mit New Order hast, dann lass uns bitte ein wenig daran teilhaben. In welche kreativen Entscheidungsprozesse ist die Band nicht eingebunden und was wird stattdessen ausschließlich vom Label übernommen? Segnet die Band die fertigen Entwürfe nur noch ab? Werden die großen Kampagnen (Album, Design, Promo und Tour) grundsätzlich und ausschließlich von Mute geplant? Welches Mitspracherecht hat die Band zu welchen Zeitpunkten? Ich finde sowas spannend und möchte es gerne wissen, kannte bisher aber niemanden, der so nah dran ist und die gesamten Entscheidungsprozesse mitbegleitet hat und deshalb das Gesamtkunstwerk New Order so gut beurteilen kann.
Süß, wie du versuchst, mich aus der Reserve zu locken. Ich besitze kein Insiderwissen. Jedenfalls nicht mehr oder weniger als du, solltest du die Bücher entsprechender Protagonisten gelesen haben. Ein solches benötige ich für meine Ausführungen allerdings auch nicht. NO stehen bei Mute unter Vertrag. Insofern ist klar, dass sich Mute in Kooperation mit NO um die Veröffentlichungen kümmert. Und die laufen in geregelten, attraktiven Bahnen. Und das so, wie ich mir das wünsche und vorstelle. Vielleicht, doch das kann ich nur vermuten, spielt da auch das Management von NO auch eine gewisse Rolle, wenn es darum geht, (auch bei den VÖ) auf die Geschicke der Band Einfluss zu nehmen. Side note: Das Management von NO wurde just für seine Arbeit ausgezeichnet: "New Order Management, Rebecca Boulton and Andy Robinson, are set to be honoured at this year's Artist & Manager Awards." (Quelle: neworder.com)
Zukunft hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 14:13
Nenne mir bitte ein Single-Package der jüngeren PSB-Historie, das mit Ausnahme vom Aktuellen nicht den Dreiklang CD, 12" Vinyl und digital hatte. Die PSB haben das immer geliefert - sogar noch mit B-Seiten. Im direkten Vergleich sehe ich die PSB hier klar im Vorteil gegenüber NO.
Du schreibst, Dir erschließt sich der Sinn der 7" nicht, füllst Dein vorgespieltes Unwissen direkt aber mit der plausiblen Antwort auf: Sammler-Gimmick.
Deine Ausführungen zu Punkt 1.) sind leider reiner Populismus, weil bei einer genauen Betrachtung Dein PSB-Kritikpunkt, es würden bei den Single-Packages in der letzten Zeit entweder die CD, die Vinyl oder der digitale Release fehlen, schlicht und einfach nicht zutreffen.
"Two CDs were now long gone, but by this point, they’d all but given up on having a ‘hit’ and so chart rules were rather irrelevant, allowing them the freedom to issue massive 9-track CD singles for songs like 2013’s ‘Vocal’ and ‘Love Is A Bourgeois Construct’ – although they did attempt to penetrate the singles chart with ‘Thursday’ which is why that CD of that release included the radio edit of the song and less than 20 minutes of music in total. The strategy didn’t work, and the single peaked at 61 in the UK.

With the last album Super, the lines were blurred, to a degree, with regards to what constitutes a full Pet Shop Boys single release. ‘Inner Sanctum’ did get a 12-inch vinyl but it really felt like a promo but ‘The Pop Kids’, ‘Twenty-Something’ and ‘Say It To Me’ all came out on CD and in the case of ‘Twenty-Something’ the CD was the ONLY physical format! ‘Undertow’ sneaked out under the radar as a freebie if you bought the 2017 edition of the Annually book.

This year’s ‘Agenda EP’ was issued on compact disc, as was last month’s Dreamland, so all seemed good for the CD buying Pet Shop Boys fan, until yesterday’s announcement. There are only two ‘formats’ for the single packages and they are [7-inch vinyl and digital]". (Quelle: superdeluxeedition.com)

Ich habe nicht bemängelt, dass es bei den PSB an VÖ gemangelt, sondern dass diese eine klare Linie vermissen lassen. Und genau diese schätze ich an NO seit Mute: Es gab einheitliche Single-Pakete (CD, coloured 12", digital), einen Schuber, um die Singles der Ära Music Complete zusammenzuführen, zu jeder Single ein ansprechendes Video (und einen Videocontest für Fans und Kreative, welcher belegt, dass dieses Medium noch über ausreichend Attraktivität besitzt und man ihm entsprechend Aufmerksamkeit schenken sollte), ein übergreifendes Grafikdesign-Konzept etc.

Bei den PSB wirkt das seit x2 fahrig. Nicht mehr, nicht weniger habe ich behauptet. Das obige Zitat schneidet an, was ich meine. Der Blick in die Discographie belegt das auch.
Zukunft hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 14:13
Du weißt genauso gut wie ich, dass das Video zu "Home & Dry" sogar einen eigenen Ausstellungsraum bekommen hat, dass in der letzten Wolfgang-Tilmanns-Ausstellung im Tate diverse Plattencover zu sehen waren, dass das National Design Museum sich der Optik der Pet Shop Boys gewidmet hat. Fair enough: Factory Records als Gesamtheit war auch schon museal, aber eine NO-Ausstellung ist mir noch nie untergekommen. Aber da Du ja so dermaßen gut in der Materie bist - sonst könntest Du ja unmöglich diese fundierten Vergleiche ziehen -, bin ich gespannt, was Du hier anführen wirst.
- Kürzlich erst ausgelaufen: New Order: Art, Product, Image 1976-1995, Sprüth Magers, London.
- Ebenso kürzlich ausgelaufen: Use Hearing Protection FAC 1 - 50 / 40 im Chelsea Space, Chelsea, mit Exponaten von JD und NO
- Erst vor zwei Jahren in Manchester: True Faith in der Manchester Art Gallery mit Exponaten von JD und NO.
- Etwas älter, im Sommer 2012 die von Electronic Beats präsentierte Ausstellung New Order - an exhibition im HBC Berlin.

Zukunft hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 14:13
Ok, erst sind die Lyricvideos zu simpel, technisch anspruchslos und "eine Farce". Dann ist eines der aktuellen Videos ("Dreamland") plötzlich zu überladen und der Text ginge unter und "Burning the Heather" ist auf einmal zumindest technisch "solide". Die populistische Generalkritik hält auch hier der genaueren Betrachtung nicht stand.
Woher weißt Du, dass es sich bei den Bildern in "Burning the Heather" um Stock-Footage handelt? War das möglicherweise nur geraten, damit Du Deine Kritik aufrecht erhalten kannst?
Ich bin mit dem YouTube-Clip direkt in unsere Abteilung für Grafik und On Air Design gegangen. Peinlich fand den niemand.
Meine Aussagen widersprechen sich nicht und schließen einander auch nicht aus. Ich habe mich in diesem Forum bis zu meiner hier zu lesenden Aussage noch nie über den Clip zu Dreamland geäußert. Der Song ist m. E. die schwächste Single im PSB-Kanon. Das Video ist originell gestaltet, aber zu überladen/überfrachtet und kann sich zwischen traditionellem Videoclip und Lyrics-Video nicht entscheiden; es schafft den Spagat nicht. Wir können gerne Gestalter hinzuziehen, wenn du magst. Das Video zu Burning the heather ist m. E. in der Tat eine Farce. Allein die Effekte erinnern an Media Player, die über 20 Jahre alt sind. Worin besteht eine Attraktivität dieses Videos? Ich habe mit mehreren Auszubildenden der Gestaltung zusammengesessen und wir haben das Video als Machwerk besprochen. Da fand den Clip leider niemand attraktiv. Deine Erfahrung liegt vielleicht aber auch darin begründet, dass du in einer Sat 1-Redaktion sitzt und ich anderswo.

Ich kann nicht beweisen, dass es sich hier um Stock Footage handelt, doch ich glaube kaum, dass die PSB einen Fotografen dafür bezahlen, dass dieser in die Pampa fährt, um ein Schaf zu fotografieren. Solltest du mehr dazu wissen, lasse es mich bitte wissen. Ich lasse mich gerne überzeugen, sollte ein entsprechender Auftrag vorliegen.

Nebenbei gesagt: Man kann bereits mit wenigen hundert Euro ein attraktives Video gestalten. Die PSB bräuchten nur an eine Schule oder Uni zu fahren. Da sitzen junge Leute, die darauf brennen, etwas tolles zu kreieren. Wenn sie das bisschen Geld nicht in die Hand nehmen oder ihnen das Interesse am Medium abhanden gekommen ist, dann sollten sie es - meiner Meinung nach - einfach ganz bleiben lassen.
Zukunft hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 14:13
Bei welcher B-Seite gehen die Sounds ins Absurde?
Welche Konsequenz forderst Du von PSB ein: Sollten sie auf B-Seiten komplett verzichten, weil einigen Fans die Qualität des Materials nicht ausreicht? Oder sollten sie trotzdem weiter neues Material auf die Single-Pakete packen?
Es gab in den vergangenen Jahren einige B-Seiten, die m. E. in ihrer Tradition an XX erinern, und zwar indem diese nicht ersuchen, den klassischen Popsong in Struktur und Sound abzubilden. Da haben sie sich etwas gelöst, waren freier. Oder täusche ich micht? Ich finde, da waren einige Songs in ihrer Struktur teils etwas experimenteller, im Soundbereich wiederholten sich aber Klänge. Ich bräuchte mehr Zeit, um dem nachzugehen. Ich hab die meisten B-Seiten der vergangenen zehn Jahre nur 2, 3 Mal gehört. Da können wir ggf. noch einmal drauf zurück kommen.

Ich fordere weder Konsequenz noch Änderung. Sollen sie veröffentlichen, was sie wollen. Es obliegt nicht mir, das zu kommentieren. Grundsätzlich ist das ja erst einmal eine schöne Sache, wenn wir Bonus-Tracks erhalten. ich persönlich fände es allerdings schön, wenn diese dann auch auf CD erscheinen.
Zukunft hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 14:13
Ok. Trotzdem wirfst Du der Band Versäumnisse vor, statt einfach zu sagen, sie treffen wiederholt und mittlerweile mehrheitlich nicht (mehr) Deinen Geschmack. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Wie kommst du dazu, das zu behaupten?
Zukunft hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 14:13
Stichhaltiger ist es schon deshalb, weil Deine Grundannahme, die PSB würden bei Single-VÖs kein einheitliches und schlüssiges Konzept fahren - als Beispiel nennst Du das angebliche Fehlen von entweder CD, Vinyl oder digital - einfach nicht stimmt. Selbst die Sleeve-Designs haben zur jeweiligen Albumkampagne gepasst
Stimmt nicht. Habe ich oben dargelegt. Bezüglich des Sleeve-Designs sei hier als Beispiel nur Memory of the future genannt. Hatte in seinem Look nichts mit Elysium zu tun. Der Look, die Verkleidung, trat plötzlich auf und ward anschließend nie wieder gesehen. Wenn ich mir die Sleeves zu Dreamland und Burnung the heather anschaue dann erkenne ich als übergreifendes Element nur, dass gestalterisch Band und Titel wie ein Fremdkörper wirken. Das Albumcover hat nichts mit Dreamland, entfernt höchstens mit BTH zu tun.
Zukunft hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 14:13
Wenn jemand Deine Meinung nicht teilt, musst Du das akzeptieren.
Habe damit kein Problem. Allerdings legst du dir die Dinge ebenso gern zurecht, wie sie dir passen und versuchst mich mit Dingen aus der Reserve zu locken, die nichts zur Sache tun.
"You did?"
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Re: 2.Single - "Burning the heather" - 7"-Vinyl - VÖ: 13.12.19

#10 Beitrag von Zukunft » Do 28. Nov 2019, 20:37

ChrisPSB hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 18:52
Ausschließlich Bands, die seit Jahrzehnten im Business sind, veröffentlichen ihre Singles noch auf umfassende Weise physisch. Es gibt kaum Beispiele, die einen Verglich zulassen Von diesen interessieren mich ausschließlich PSB und NO in den genannten Aspekten. Es macht kaum Sinn, hier 300 Indie-Bands anzuführen, da hier die Gegebenheiten andere sind - und da diese von loveetc. als grundsätzlich nicht ebenbürtig eingestuft werden. ;-) Noch einmal: Ich habe bereits ausdrücklich gesagt, dass es mir um einen Vergleich geht - nicht darum, ein Nonplusultra hervorzuheben.
Ich finde diesen Vergleich ziemlich dünn, schließlich sind New Order erst seit 2015 bei Mute und haben seitdem ein einziges Studioalbum, zwei Live-Platten, erst vier Singles und eine Remix-EP veröffentlicht. Und dann kommst Du mit einem PSB-Beispiel von 2012, seitdem haben die PSB zehn (!) weitere Singles und zwei weitere Studioalben sowie ein Live-Album auf den Markt gebracht und ein drittes angekündigt und daraus bereits zwei Singles ausgekoppelt. Vor 2015 waren bei New Order einige Sleevedesigns äußerst gelungen, aber homogen und durchdacht war es in der Gesamtheit nicht. Das war viel Kraut und Rüben. Und ich bleibe dabei: Die zurückliegende Music Complete-Ära ist designtechnisch häßlich, uninspiriert und wirkt billig.
ChrisPSB hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 18:52
Süß, wie du versuchst, mich aus der Reserve zu locken. Ich besitze kein Insiderwissen. Jedenfalls nicht mehr oder weniger als du, solltest du die Bücher entsprechender Protagonisten gelesen haben. Ein solches benötige ich für meine Ausführungen allerdings auch nicht. NO stehen bei Mute unter Vertrag. Insofern ist klar, dass sich Mute in Kooperation mit NO um die Veröffentlichungen kümmert. Und die laufen in geregelten, attraktiven Bahnen. Und das so, wie ich mir das wünsche und vorstelle. Vielleicht, doch das kann ich nur vermuten, spielt da auch das Management von NO auch eine gewisse Rolle, wenn es darum geht, (auch bei den VÖ) auf die Geschicke der Band Einfluss zu nehmen. Side note: Das Management von NO wurde just für seine Arbeit ausgezeichnet: "New Order Management, Rebecca Boulton and Andy Robinson, are set to be honoured at this year's Artist & Manager Awards." (Quelle: neworder.com)
Ich habe nur nach Deinen Hintergründen gefragt, wie Du zu diesen angeblich fundierten Beurteilungen kommst. Aber jetzt weiß ich Bescheid, dass sie auf keinerlei Fakten- oder gar Insiderwissen beruhen, sondern nur Mutmaßungen sind. Also kann ich diese „Beurteilung“ leider nicht ernst nehmen.
ChrisPSB hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 18:52
"Two CDs were now long gone, but by this point, they’d all but given up on having a ‘hit’ and so chart rules were rather irrelevant, allowing them the freedom to issue massive 9-track CD singles for songs like 2013’s ‘Vocal’ and ‘Love Is A Bourgeois Construct’ – although they did attempt to penetrate the singles chart with ‘Thursday’ which is why that CD of that release included the radio edit of the song and less than 20 minutes of music in total. The strategy didn’t work, and the single peaked at 61 in the UK.

With the last album Super, the lines were blurred, to a degree, with regards to what constitutes a full Pet Shop Boys single release. ‘Inner Sanctum’ did get a 12-inch vinyl but it really felt like a promo but ‘The Pop Kids’, ‘Twenty-Something’ and ‘Say It To Me’ all came out on CD and in the case of ‘Twenty-Something’ the CD was the ONLY physical format! ‘Undertow’ sneaked out under the radar as a freebie if you bought the 2017 edition of the Annually book.

This year’s ‘Agenda EP’ was issued on compact disc, as was last month’s Dreamland, so all seemed good for the CD buying Pet Shop Boys fan, until yesterday’s announcement. There are only two ‘formats’ for the single packages and they are [7-inch vinyl and digital]". (Quelle: superdeluxeedition.com)

Ich habe nicht bemängelt, dass es bei den PSB an VÖ gemangelt, sondern dass diese eine klare Linie vermissen lassen. Und genau diese schätze ich an NO seit Mute: Es gab einheitliche Single-Pakete (CD, coloured 12", digital), einen Schuber, um die Singles der Ära Music Complete zusammenzuführen, zu jeder Single ein ansprechendes Video (und einen Videocontest für Fans und Kreative, welcher belegt, dass dieses Medium noch über ausreichend Attraktivität besitzt und man ihm entsprechend Aufmerksamkeit schenken sollte), ein übergreifendes Grafikdesign-Konzept etc.

Bei den PSB wirkt das seit x2 fahrig. Nicht mehr, nicht weniger habe ich behauptet. Das obige Zitat schneidet an, was ich meine. Der Blick in die Discographie belegt das auch.
Was willst Du mir mit diesem langen Zitat sagen? Ich habe den Artikel selbst vor etwa einer Woche gelesen. Es stützt meine Argumentation. Der Autor kritisiert lediglich, dass es für die aktuelle Single statt einer 12“ Vinyl nur eine 7“ Vinyl gibt. Bei „Undertow“ geht’s ihm ausschließlich um den Vertriebsweg, nicht um die VÖ selbst. Das ist in unserer Diskussion zu vernachlässigen.
Haben NO ähnlich wie die PSB bei „LISABC“ eine Doppel 12“ veröffentlicht? Oder bei „Vocal“ diese Zahl an Remixes? Oder ist das auch schon wieder eine „VÖ-Farce“ der Jungs gewesen?
ChrisPSB hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 18:52
- Kürzlich erst ausgelaufen: New Order: Art, Product, Image 1976-1995, Sprüth Magers, London.
- Ebenso kürzlich ausgelaufen: Use Hearing Protection FAC 1 - 50 / 40 im Chelsea Space, Chelsea, mit Exponaten von JD und NO
- Erst vor zwei Jahren in Manchester: True Faith in der Manchester Art Gallery mit Exponaten von JD und NO.
- Etwas älter, im Sommer 2012 die von Electronic Beats präsentierte Ausstellung New Order - an exhibition im HBC Berlin.
Bezieht sich alles nicht auf die Mute-Phase und ist somit für Deine Argumentation unerheblich.
ChrisPSB hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 18:52
Meine Aussagen widersprechen sich nicht und schließen einander auch nicht aus. Ich habe mich in diesem Forum bis zu meiner hier zu lesenden Aussage noch nie über den Clip zu Dreamland geäußert. Der Song ist m. E. die schwächste Single im PSB-Kanon. Das Video ist originell gestaltet, aber zu überladen/überfrachtet und kann sich zwischen traditionellem Videoclip und Lyrics-Video nicht entscheiden; es schafft den Spagat nicht. Wir können gerne Gestalter hinzuziehen, wenn du magst. Das Video zu Burning the heather ist m. E. in der Tat eine Farce. Allein die Effekte erinnern an Media Player, die über 20 Jahre alt sind. Worin besteht eine Attraktivität dieses Videos? Ich habe mit mehreren Auszubildenden der Gestaltung zusammengesessen und wir haben das Video als Machwerk besprochen. Da fand den Clip leider niemand attraktiv. Deine Erfahrung liegt vielleicht aber auch darin begründet, dass du in einer Sat 1-Redaktion sitzt und ich anderswo.

Ich kann nicht beweisen, dass es sich hier um Stock Footage handelt, doch ich glaube kaum, dass die PSB einen Fotografen dafür bezahlen, dass dieser in die Pampa fährt, um ein Schaf zu fotografieren. Solltest du mehr dazu wissen, lasse es mich bitte wissen. Ich lasse mich gerne überzeugen, sollte ein entsprechender Auftrag vorliegen.

Nebenbei gesagt: Man kann bereits mit wenigen hundert Euro ein attraktives Video gestalten. Die PSB bräuchten nur an eine Schule oder Uni zu fahren. Da sitzen junge Leute, die darauf brennen, etwas tolles zu kreieren. Wenn sie das bisschen Geld nicht in die Hand nehmen oder ihnen das Interesse am Medium abhanden gekommen ist, dann sollten sie es - meiner Meinung nach - einfach ganz bleiben lassen.
„Dreamland“ will nichts anderes sein als ein sehr kreatives, aufwendig gestaltetes Lyricvideo. Wie Du darauf kommst, dass es ein „richtiger“ Videoclip sein will, erschließt sich mir nicht. Vielmehr könnte man vermuten, dass, als die PSB diesen Clip vorgelegt haben, Deine Generalkritik ins Wanken zu geraten drohte und Du Dich dann entschieden hast, das Video überladen zu finden.
Ich weiß nicht, mit wem Du über das Video gesprochen hast. Behauptest Du, On Air Designer, die grafische Verpackungen, Sendeopenings und Trailer herstellen (u.a. das damalige Redesign von „Wetten, dass ...?“ und das gesamte On Air Design von RTL2) haben sämtlichst keine Ahnung, Deine Azubi-„Experten“ hingegen wissen genau Bescheid? Warum?
Du kannst Deine Behauptung, bei „Burning the Heather“ handele es sich Stock Footage, nicht ansatzweise belegen, schiebst mir aber die Beweispflicht zu? Das ist argumentativ armselig. Dann behaupte ich halt, dass die Einstellungen in Nordengland, rund um Neils ehemaligen Landsitz, extra für das Video produziert wurden. Beweisen muss ich ja nix, das kann ich Anderen aufbürden.
ChrisPSB hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 18:52
Es gab in den vergangenen Jahren einige B-Seiten, die m. E. in ihrer Tradition an XX erinern, und zwar indem diese nicht ersuchen, den klassischen Popsong in Struktur und Sound abzubilden. Da haben sie sich etwas gelöst, waren freier. Oder täusche ich micht? Ich finde, da waren einige Songs in ihrer Struktur teils etwas experimenteller, im Soundbereich wiederholten sich aber Klänge. Ich bräuchte mehr Zeit, um dem nachzugehen. Ich hab die meisten B-Seiten der vergangenen zehn Jahre nur 2, 3 Mal gehört. Da können wir ggf. noch einmal drauf zurück kommen.

Ich fordere weder Konsequenz noch Änderung. Sollen sie veröffentlichen, was sie wollen. Es obliegt nicht mir, das zu kommentieren. Grundsätzlich ist das ja erst einmal eine schöne Sache, wenn wir Bonus-Tracks erhalten. ich persönlich fände es allerdings schön, wenn diese dann auch auf CD erscheinen.
Dann beschäftige Dich einfach etwas eingehender mit der Thematik, um sie beurteilen zu können. Du gibst jetzt quasi Halbwissen zu, hast im vorangegangenen Post allerdings ziemlich absolute, harsche Kritik geübt. Das Fundament dieser Kritik ist ziemlich dünn.
ChrisPSB hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 18:52
Wie kommst du dazu, das zu behaupten?
Das lässt sich anhand Deiner Einlassungen der letzten Monate und Jahre nahezu lückenlos belegen.
ChrisPSB hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 18:52
Stimmt nicht. Habe ich oben dargelegt. Bezüglich des Sleeve-Designs sei hier als Beispiel nur Memory of the future genannt. Hatte in seinem Look nichts mit Elysium zu tun. Der Look, die Verkleidung, trat plötzlich auf und ward anschließend nie wieder gesehen. Wenn ich mir die Sleeves zu Dreamland und Burnung the heather anschaue dann erkenne ich als übergreifendes Element nur, dass gestalterisch Band und Titel wie ein Fremdkörper wirken. Das Albumcover hat nichts mit Dreamland, entfernt höchstens mit BTH zu tun.
Stimmt doch. Ein fast acht Jahre altes Beispiel vom mittlerweile vor-vor-vor-letzten Album anzuführen und als NO-Gegenbeispiele lediglich das letzte Album und das neue Label seit 2015 zu benennen ist prinzipiell schon unredlich. Die „Dreamland“-Optik mit dem klaren Berlin-Bezug wird mutmaßlich in der Albumkampagne, Promo, Tour oder sonst wie wieder auftauchen.
Wenn Du die deutlichen gestalterischen Parallelen zwischen „BTH“ und „Hotspot“ nicht siehst, dann tust Du mir ehrlich gesagt leid.
ChrisPSB hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 18:52
Habe damit kein Problem. Allerdings legst du dir die Dinge ebenso gern zurecht, wie sie dir passen und versuchst mich mit Dingen aus der Reserve zu locken, die nichts zur Sache tun.
Ich lege mir weder etwas zurecht noch will Dich aus der Reserve locken. Ich frage nur nach, wie Du zu Deinen Einschätzungen kommst. Beim faktenorientierten Argumentieren kommt dann nicht mehr viel. Stichwort: Insiderwissen bei Mute, Stock Footage von Videos, Azubis beurteilen gestalterische Qualität eines Lyricclips.

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Re: 2.Single - "Burning the heather" - 7"-Vinyl - VÖ: 13.12.19

#11 Beitrag von ChrisPSB » Fr 29. Nov 2019, 02:31

Zukunft hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 20:37
Ich finde diesen Vergleich ziemlich dünn, schließlich sind New Order erst seit 2015 bei Mute und haben seitdem ein einziges Studioalbum, zwei Live-Platten, erst vier Singles und eine Remix-EP veröffentlicht. Und dann kommst Du mit einem PSB-Beispiel von 2012, seitdem haben die PSB zehn (!) weitere Singles und zwei weitere Studioalben sowie ein Live-Album auf den Markt gebracht und ein drittes angekündigt und daraus bereits zwei Singles ausgekoppelt. Vor 2015 waren bei New Order einige Sleevedesigns äußerst gelungen, aber homogen und durchdacht war es in der Gesamtheit nicht. Das war viel Kraut und Rüben. Und ich bleibe dabei: Die zurückliegende Music Complete-Ära ist designtechnisch häßlich, uninspiriert und wirkt billig.
Genau darauf bezieht sich mein Vergleich in diesem Kontext: Auf NO zu Zeiten von Mute. Das hast du offenbar noch nicht verstanden. In seiner Gesamtheit stellt diese Zeit eine Struktur dar, die durchdacht und klug wirkt - und attraktiv ist für den Fan. Und, wenn wir die Zeit vor Mute kurz skizzieren und die beiden vergangenen Jahrzehnte berücksichtigen, zuvor gab es mit WFTSC ein relativ homogenes Grafikdesign, mit GR und R sichtbar homogene Sleevedesigns. Das lieferten die PSB allerdings auch un habe ich nicht kritisiert. Wenn wir allerdings bis in die 80er Jahre zurückgehen, dann verschwimmt das etwas. Das verschweigst du allerdings, und somit entsprechen deine Ausführungen nicht den Tatsachen. Abgesehen davon bleibe ich dabei: Die zurückliegende Music Complete-Ära ist designtechnisch hübsch, originell und wirkt edel.
Zukunft hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 20:37
Ich habe nur nach Deinen Hintergründen gefragt, wie Du zu diesen angeblich fundierten Beurteilungen kommst. Aber jetzt weiß ich Bescheid, dass sie auf keinerlei Fakten- oder gar Insiderwissen beruhen, sondern nur Mutmaßungen sind. Also kann ich diese „Beurteilung“ leider nicht ernst nehmen.
Von welchen Beurteilungen sprichst du hier bitteschön? E gibt niemanden unter uns, der hier Insiderwissen besitzt. Und das ist auch nicht notwendig für meine Aussage. Das Label kümmert sich um die VÖ und wickelt diese ab. Punkt. Andernfalls benötigten sie dieses nicht.
Zukunft hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 20:37
Was willst Du mir mit diesem langen Zitat sagen? Ich habe den Artikel selbst vor etwa einer Woche gelesen. Es stützt meine Argumentation. Der Autor kritisiert lediglich, dass es für die aktuelle Single statt einer 12“ Vinyl nur eine 7“ Vinyl gibt. Bei „Undertow“ geht’s ihm ausschließlich um den Vertriebsweg, nicht um die VÖ selbst. Das ist in unserer Diskussion zu vernachlässigen.
Haben NO ähnlich wie die PSB bei „LISABC“ eine Doppel 12“ veröffentlicht? Oder bei „Vocal“ diese Zahl an Remixes? Oder ist das auch schon wieder eine „VÖ-Farce“ der Jungs gewesen?
Wer entscheidet denn, dass das zu vernachlässigen sei? Ich finde, das ist zu berücksichtigen. Der Vertriebsweg ist ein entscheidender Faktor einer VÖ. Genauso, wie ob eine VÖ chartslegitim ist oder nicht. Genauso, wie ob man dann daran festhält oder doch mit einem Feature krampfhaft versucht, die Charts zu knacken. Genauso,wie ob man 2x12" veröffentlicht oder dann mal wieder nicht. Ich bleibe dabei: Das ist seit x2 ein unstetes Bild. Die PSB entscheiden hier teils aus dem Affekt heraus, z. B. mit dem Gedanken, doch noch einmal eine chartsrelevante Single veröffentlichen zu wollen. Das ist vollkommen legitim. Ich habe das nie als Farce bezeichnet. Ich bezeichne es aber sehr wohl als Farce, wenn man uninspirierte, altbackene Clips veröfentlicht, die das eigene Werk demontieren. Zur Ära von Music Complete werden die Singles allesamt auf gleichen Fomaten released. Das muss man so nicht machen, aber ich weiß es zu schätzen, dass man dem Fan auf diese Weise die entsprechenden Edits und Remixe auf unterschiedlichen Formaten zugänglich macht. Das wirkt in seiner Gesamtheit einfach strukturierter. Wir reden hier oft von Fan-Pleasing und das wir froh sein können, dass die PSB diese Teile raushauen. Ich find's dann neuerdings aber schade, die B-Side (vorerst) nicht einmal auf CD zu erhalten, sodass ich diese anständig digitalisieren kann (und ja, das mache ich lieber, als ein digitales File zu kaufen, und sei es FLAC).

Zukunft hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 20:37
Bezieht sich alles nicht auf die Mute-Phase und ist somit für Deine Argumentation unerheblich.
Nö. Wir haben uns hierbei nämlich nicht auf die MUTE-Zeit beschränkt. Und wenn du meinst, dass mich ein 17 Jahre altes Beispiel beeindruckt, bitteschön. Beide Bands haben hier Anerkennung erfahren, bei beiden bezieht sich das aber mehr auf Vergangenes und das Werk als solches denn neuere Werke.
Zukunft hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 20:37
„Dreamland“ will nichts anderes sein als ein sehr kreatives, aufwendig gestaltetes Lyricvideo. Wie Du darauf kommst, dass es ein „richtiger“ Videoclip sein will, erschließt sich mir nicht. Vielmehr könnte man vermuten, dass, als die PSB diesen Clip vorgelegt haben, Deine Generalkritik ins Wanken zu geraten drohte und Du Dich dann entschieden hast, das Video überladen zu finden.
Ich weiß nicht, mit wem Du über das Video gesprochen hast. Behauptest Du, On Air Designer, die grafische Verpackungen, Sendeopenings und Trailer herstellen (u.a. das damalige Redesign von „Wetten, dass ...?“ und das gesamte On Air Design von RTL2) haben sämtlichst keine Ahnung, Deine Azubi-„Experten“ hingegen wissen genau Bescheid? Warum?
Du kannst Deine Behauptung, bei „Burning the Heather“ handele es sich Stock Footage, nicht ansatzweise belegen, schiebst mir aber die Beweispflicht zu? Das ist argumentativ armselig. Dann behaupte ich halt, dass die Einstellungen in Nordengland, rund um Neils ehemaligen Landsitz, extra für das Video produziert wurden. Beweisen muss ich ja nix, das kann ich Anderen aufbürden.
Dreamland: Das sehe ich anders, denn das Video hat - abgesehen von den Lyrics - deutlich narrative Elemente, als da wären ältere Bilder der PSB, die die Karriere skizzieren, oder eben grafische Elemente wie die nicht in Betrieb stehende Rolltreppe, der Herrenlose Cover etc., die alle für sich genommen mit Bedeutung aufgeladen sind und erzählen. Das Video ist somit aus handwerklicher Sicht kein reines Lyrics-video, sondern hat erzählerische Anteile, so, wie wir das in üblichen Videoclips vorfinden. Da verschwimmt die Grenze zwischen Lyrics-Clip und Video-Clip. Diese grafischen Elemente stehen m. E. gleichberechtigt zu den zum Teil sogar untergehenden und schwer zu erfasenden Lyrics-Einladungen, weshalb ich zu der Annahme komme, dass das ein etwas unausgegorenes Konzept ist, ein originelles aber, weshalb ich es hier auch nicht harsch kritisiert haben oder gar eine Farce genannt habe, wie eben die Burning the heather-Bebilderung.

Wo wir gerade dabei sind: Ich habe mit Leuten gesprochen, die genau das von dir angesprochene erlernen und dort schon teils jetzt oder später tätig sind. Die Animationen in dem Clip wirken altbacken, die Bilder sehen aus wie herkömmlichen Stock Footage entnommen. Und genau das wollte ich mit meiner Aussage auch zum Ausdruck bringen und ist entscheidend: Es mutet so an, ist kein bisschen originell und einfach flach. Mit ein paar Bildern eine Stimmung zu treffen, wie du es positiv hervorhebst, hat für mich nichts mit Kreativität zu tun.

Zukunft hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 20:37
Dann beschäftige Dich einfach etwas eingehender mit der Thematik, um sie beurteilen zu können. Du gibst jetzt quasi Halbwissen zu, hast im vorangegangenen Post allerdings ziemlich absolute, harsche Kritik geübt. Das Fundament dieser Kritik ist ziemlich dünn.
DU verstehst den entscheidenden Punkt an dieser Stelle nicht. Ist aber auch egal. Sei's drum.
ChrisPSB hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 18:52
Wie kommst du dazu, das zu behaupten?
Zukunft hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 20:37
Das lässt sich anhand Deiner Einlassungen der letzten Monate und Jahre nahezu lückenlos belegen.
Es besteht ein Unterschied darin, ob wir musikalischen Output berücksichtigen oder alles mögliche drumherum. Ich empfinde deine pauschale Aussage als anmaßend.
Zukunft hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 20:37
Stimmt doch. Ein fast acht Jahre altes Beispiel vom mittlerweile vor-vor-vor-letzten Album anzuführen und als NO-Gegenbeispiele lediglich das letzte Album und das neue Label seit 2015 zu benennen ist prinzipiell schon unredlich. Die „Dreamland“-Optik mit dem klaren Berlin-Bezug wird mutmaßlich in der Albumkampagne, Promo, Tour oder sonst wie wieder auftauchen.
Wenn Du die deutlichen gestalterischen Parallelen zwischen „BTH“ und „Hotspot“ nicht siehst, dann tust Du mir ehrlich gesagt leid.
Worin bestehen die deutlich gestalterischen Parallelen?

Wir werden dann mal sehen, ob das alles auch "mutmaßlich" so zutrifft, wie du das in Aussicht stellst. Und damit meine ich konkret, dass die Dreamland-Optik, wie du es bezeichnest, in all den von dir aufgelisteten Aspekten auftaucht.
Zukunft hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 20:37
Ich lege mir weder etwas zurecht noch will Dich aus der Reserve locken. Ich frage nur nach, wie Du zu Deinen Einschätzungen kommst. Beim faktenorientierten Argumentieren kommt dann nicht mehr viel. Stichwort: Insiderwissen bei Mute, Stock Footage von Videos, Azubis beurteilen gestalterische Qualität eines Lyricclips.
Noch einmal: Ich habe nicht behauptet, Insiderwissen zu besitzen, und genauso wenig ist das für meine Ausführungen relevant, die im Lyrics-Video verwendeten Fotos muten an wie Stock Footage (und das sollte in erster Linie meine Aussage sein) und ja, Gestalter kurz vor der Vollendung ihrer Ausbildung, die betriebliche/berufliche Erfahrung in den von dir genannten Bereichen haben, können das beurteilen. Wenn nicht die, wer dann. Ich muss mich darauf aber auch nicht stützen. Ich habe gezeigt, dass Dreamland oszilliert in seiner Form (für originell halte ich das dennoch), und zusammengeschusterte Bilder mit altbackenen Animationen machen für mich eben kein gutes (Lyrics-)Video.
"You did?"
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Re: 2.Single - "Burning the heather" - 7"-Vinyl - VÖ: 13.12.19

#12 Beitrag von Zukunft » Fr 29. Nov 2019, 21:01

ChrisPSB hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 02:31
Genau darauf bezieht sich mein Vergleich in diesem Kontext: Auf NO zu Zeiten von Mute. Das hast du offenbar noch nicht verstanden. In seiner Gesamtheit stellt diese Zeit eine Struktur dar, die durchdacht und klug wirkt - und attraktiv ist für den Fan. Und, wenn wir die Zeit vor Mute kurz skizzieren und die beiden vergangenen Jahrzehnte berücksichtigen, zuvor gab es mit WFTSC ein relativ homogenes Grafikdesign, mit GR und R sichtbar homogene Sleevedesigns. Das lieferten die PSB allerdings auch un habe ich nicht kritisiert. Wenn wir allerdings bis in die 80er Jahre zurückgehen, dann verschwimmt das etwas. Das verschweigst du allerdings, und somit entsprechen deine Ausführungen nicht den Tatsachen. Abgesehen davon bleibe ich dabei: Die zurückliegende Music Complete-Ära ist designtechnisch hübsch, originell und wirkt edel.
Selbstverständlich habe ich das von Beginn an verstanden. Das zeichnet Deine Einlassungen aber des Öfteren aus, dass Du den Mitdiskutanten nicht nur fehlendes Fachwissen, sondern auch latent fehlende Intelligenz unterstellst.
Ich verschweige hier überhaupt nichts. Nur diskutiere ich auf Basis des Ausgangspost. Jetzt plötzlich sollen wir auf das Grafikdesign in den 80ern eingehen? Dir gehen wohl die Argumente aus.
Und weil Du es hier schon wieder erwähnt hast, lasse ich es mir auch nicht nehmen und schreibe es gerne auch noch 1000 mal: die Optik der Music Complete-Ära ist häßlich, uninspiriert und wirkt billig. Grafisch kann man sowas mit einem PC aus den frühen 90ern in wenigen Minuten hinklatschen.
ChrisPSB hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 02:31
Von welchen Beurteilungen sprichst du hier bitteschön? E gibt niemanden unter uns, der hier Insiderwissen besitzt. Und das ist auch nicht notwendig für meine Aussage. Das Label kümmert sich um die VÖ und wickelt diese ab. Punkt. Andernfalls benötigten sie dieses nicht.
Ja, das Label kümmert sich grundsätzlich um eine VÖ. Nein, das Label übernimmt nicht zwangsläufig die inhaltliche und grafische Verantwortung. Ein Label kann auch lediglich für den Vertrieb verantwortlich sein bzw. diesen sublizensieren, sich um Termine mit dem Presswerk kümmern, die Promo abstimmen bzw. die PR beauftragen. Da Du kein Insiderwissen hast, kannst Du nicht wie selbstverständlich davon ausgehen, dass das optische Erscheinungsbild auf Mute zurückzuführen ist.
ChrisPSB hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 02:31
Wer entscheidet denn, dass das zu vernachlässigen sei? Ich finde, das ist zu berücksichtigen. Der Vertriebsweg ist ein entscheidender Faktor einer VÖ. Genauso, wie ob eine VÖ chartslegitim ist oder nicht. Genauso, wie ob man dann daran festhält oder doch mit einem Feature krampfhaft versucht, die Charts zu knacken. Genauso,wie ob man 2x12" veröffentlicht oder dann mal wieder nicht. Ich bleibe dabei: Das ist seit x2 ein unstetes Bild. Die PSB entscheiden hier teils aus dem Affekt heraus, z. B. mit dem Gedanken, doch noch einmal eine chartsrelevante Single veröffentlichen zu wollen. Das ist vollkommen legitim. Ich habe das nie als Farce bezeichnet. Ich bezeichne es aber sehr wohl als Farce, wenn man uninspirierte, altbackene Clips veröfentlicht, die das eigene Werk demontieren. Zur Ära von Music Complete werden die Singles allesamt auf gleichen Fomaten released. Das muss man so nicht machen, aber ich weiß es zu schätzen, dass man dem Fan auf diese Weise die entsprechenden Edits und Remixe auf unterschiedlichen Formaten zugänglich macht. Das wirkt in seiner Gesamtheit einfach strukturierter. Wir reden hier oft von Fan-Pleasing und das wir froh sein können, dass die PSB diese Teile raushauen. Ich find's dann neuerdings aber schade, die B-Side (vorerst) nicht einmal auf CD zu erhalten, sodass ich diese anständig digitalisieren kann (und ja, das mache ich lieber, als ein digitales File zu kaufen, und sei es FLAC).
Jetzt geht es Dir auf einmal nicht mehr (nur) um das Sleevedesign und die Art des Tonträgers, sondern um den Vertriebsweg des Selbigen? Jetzt ist es ein dramatischer Unterschied, ob eine VÖ nur online über die offizielle Homepage oder noch zusätzlich online bei zwei, drei Shops zu erwerben ist? Die Auflagen sind so gering und nur noch für die wenigen Hardcore-Fans (das gilt für beide Lager), dass es nicht wirklich ins Gewicht fällt, ob es ein, zwei oder drei Onlinebezugsquellen gibt.
Und wenn man einer Single nochmal Chartpotenzial zutraut und die Anzahl der Tracks bzw. die Laufzeit darauf abstimmt, dann ist das durchaus legitim (kommerziell wie künstlerisch). Es scheint nur einen Menschen auf diesem Planeten zu stören, dass die Spielzeit der Maxi-CD in einem speziellen Fall nur 25 statt 35 oder 40 Minuten betragen hat.
Du kannst gerne in Trauer verfallen, dass in ganz ganz wenigen Ausnahmefällen B-Seiten „lediglich“ digital und auf Vinyl vorliegen. Die Weltklasse-Veröffentlichungspolitik von NO sieht überhaupt keine B-Seiten vor. Das muss dann ja nicht nur Trauer auslösen, sondern Dich in Depressionen verfallen lassen. NO machen sich diesbezüglich einen schlanken Fuß, statt die Fans mit Bonus zu beglücken.
ChrisPSB hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 02:31
Nö. Wir haben uns hierbei nämlich nicht auf die MUTE-Zeit beschränkt. Und wenn du meinst, dass mich ein 17 Jahre altes Beispiel beeindruckt, bitteschön. Beide Bands haben hier Anerkennung erfahren, bei beiden bezieht sich das aber mehr auf Vergangenes und das Werk als solches denn neuere Werke.
Ich habe noch nie versucht, Dich zu beeindrucken. Ich gehe vielmehr davon aus, dass Du Dich hier Jedem geistig überlegen fühlst, daher ist das vertane Liebesmüh.
ChrisPSB hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 02:31
Dreamland: Das sehe ich anders, denn das Video hat - abgesehen von den Lyrics - deutlich narrative Elemente, als da wären ältere Bilder der PSB, die die Karriere skizzieren, oder eben grafische Elemente wie die nicht in Betrieb stehende Rolltreppe, der Herrenlose Cover etc., die alle für sich genommen mit Bedeutung aufgeladen sind und erzählen. Das Video ist somit aus handwerklicher Sicht kein reines Lyrics-video, sondern hat erzählerische Anteile, so, wie wir das in üblichen Videoclips vorfinden. Da verschwimmt die Grenze zwischen Lyrics-Clip und Video-Clip. Diese grafischen Elemente stehen m. E. gleichberechtigt zu den zum Teil sogar untergehenden und schwer zu erfasenden Lyrics-Einladungen, weshalb ich zu der Annahme komme, dass das ein etwas unausgegorenes Konzept ist, ein originelles aber, weshalb ich es hier auch nicht harsch kritisiert haben oder gar eine Farce genannt habe, wie eben die Burning the heather-Bebilderung.

Wo wir gerade dabei sind: Ich habe mit Leuten gesprochen, die genau das von dir angesprochene erlernen und dort schon teils jetzt oder später tätig sind. Die Animationen in dem Clip wirken altbacken, die Bilder sehen aus wie herkömmlichen Stock Footage entnommen. Und genau das wollte ich mit meiner Aussage auch zum Ausdruck bringen und ist entscheidend: Es mutet so an, ist kein bisschen originell und einfach flach. Mit ein paar Bildern eine Stimmung zu treffen, wie du es positiv hervorhebst, hat für mich nichts mit Kreativität zu tun.
Es ist schon einigermaßen absurd, dass ein paar witzige Zitate in Plakatform „deutliche narrative Elemente“ sein sollen. Um es ganz deutlich zu sagen: Zwei, drei kurze standbildliche Anspielungen sind noch keine narrativen Elemente. Und wenn in einem animierten Lyricvideo, das in einer U-Bahnstation spielt, eine Rolltreppe zu sehen ist, ist auch das nicht narrativ. Das ist echt Blödsinn.
Und selbst wenn es so wäre: Nette Ideen in ein Lyricvideo einfließen zu lassen statt einfach über dem Plattencover die Texte einzublenden, sind bei mir jederzeit herzlich willkommen. Du hättest bestimmt von einer Farce und dem Untergang der PSB-Welt gesprochen, wenn ein Lyricvideo mit Plattencover und Text drüber abgeliefert worden wäre. Jetzt kommt was kreatives, dann ist es aus fadenscheinigen bis absurd falschen Argumenten plötzlich überladen.
Ich kann Dir nur an die Hand geben, dass nicht nur bei uns im Hause, sondern auch ein Stockwerk tiefer bei den Kollegen von Brand New Media richtige Experten arbeiten. Mutmaßlich kennen die sich sogar besser aus als Deine Azubis. Das Lyricvideo zu BTH kann man technisch nicht „peinlich“ oder „eine Farce“ finden. Ob es originell ist, ist sicherlich diskutabel und Geschmacksache. Es passt inhaltlich super zum Song, zum Text und zur Jahreszeit. Es ist atmosphärisch. Die digitalen Effekte darin decken sich gestalterisch mit denen aus der Albumpromo, die man auf den Social Media Kanälen bisher sehen konnte. Es erfüllt also voll und ganz seinen Zweck.
ChrisPSB hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 02:31
DU verstehst den entscheidenden Punkt an dieser Stelle nicht. Ist aber auch egal. Sei's drum.
Ok, ich bin zu dumm, um es zu begreifen. Und das, obwohl mich so ein Intelligenzbolzen versucht hat, mich zu belehren.
Hinterfrag Dich mal, ob Du einen entscheidenden Punkt nicht verstanden hast.
ChrisPSB hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 02:31
Es besteht ein Unterschied darin, ob wir musikalischen Output berücksichtigen oder alles mögliche drumherum.
Korrekt.
ChrisPSB hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 02:31
Ich empfinde deine pauschale Aussage als anmaßend.
Unsinn. Bitte begründe.
ChrisPSB hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 02:31
Worin bestehen die deutlich gestalterischen Parallelen?

Wir werden dann mal sehen, ob das alles auch "mutmaßlich" so zutrifft, wie du das in Aussicht stellst. Und damit meine ich konkret, dass die Dreamland-Optik, wie du es bezeichnest, in all den von dir aufgelisteten Aspekten auftaucht.
Siehst Du die gestalterischen Parallelen wirklich nicht? Ach Du meine Güte! Betrachte mal das Albumcover, das Sleeve von BTH und das dazugehörige Lyricvideo: Die Unschärfen, die Farbgebung, die Schriftart. Merkst Du was?
ChrisPSB hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 02:31
Noch einmal: Ich habe nicht behauptet, Insiderwissen zu besitzen, und genauso wenig ist das für meine Ausführungen relevant, die im Lyrics-Video verwendeten Fotos muten an wie Stock Footage (und das sollte in erster Linie meine Aussage sein) und ja, Gestalter kurz vor der Vollendung ihrer Ausbildung, die betriebliche/berufliche Erfahrung in den von dir genannten Bereichen haben, können das beurteilen. Wenn nicht die, wer dann. Ich muss mich darauf aber auch nicht stützen. Ich habe gezeigt, dass Dreamland oszilliert in seiner Form (für originell halte ich das dennoch), und zusammengeschusterte Bilder mit altbackenen Animationen machen für mich eben kein gutes (Lyrics-)Video.
Und wie es für Deine Ausführungen relevant ist. Du stützt Deine gesamte Argumentation darauf, wofür man eigentlich Insiderwissen braucht. Da Du dieses nicht besitzt, sind es lediglich Mutmaßungen. „Ich denk mir das so“ ist allerdings keine faktenbasierte Argumentationsgrundlage. Es könnte nämlich genauso gut anders oder sogar gegenteilig sein.
Genau das Gleiche gilt für Deine Azubis, die Du für die Oberinstanz in Sachen grafische Gestaltung hältst. Ich habe Meinungen eingeholt, die von größerer Fachkompetenz getragen werden. Diese nimmst Du komplett nicht zur Kenntnis, weil sie nicht in Dein PSB-Weltbild passen.

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Re: PSB vs. New Order - Musik- und Vermarktungskonzepte

#13 Beitrag von loveetc123 » Mi 4. Dez 2019, 12:34

Jeder kennt ja meine "Differenzen" mit @ChrisPSB,lächel,aber gestern hatte ich ein "Erlebnis",wo ich echt sagen muss,das mich NEW Order beeindruckt hat.Bin kein New Order Fan,mochte die alten Sachen,kenne mich aber weiter nicht so gut bei denen aus.

Gestern,wie gesagt,gehe ich durch Saturn,schaue mich etwas um und sehe dann eine blaue Box "Movement" by New Order.Schaue mir die an,geile Aufmachung,Vinyl,CD,DVD,alles drinne,tolles Booklet.Da dachte ich,wow,sowas könnten die PSB auch mal rausbringen und fragte mich dann,warum sie es nicht tun.diese "Movement" Box kostet etwas über 100€,wäre es mir bei den PSB aber allemal wert.Klar,wir hatten diese Re-Releases der Alben,auf Vinyl und CD,aber lange nicht so geil aufgemacht.

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