Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

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ChrisPSB
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#951 Beitrag von ChrisPSB »

Ich empfinde es so, Steffen, dass da ein grundsätzlicher Unterschied in der Art und Weise der Antizipation dieser Gedankenspiele vorliegt: Korrigiere mich, wenn ich da falsch liege, aber mein Gefühl sagt mir seit einiger Zeit, dass du im Grunde deines Herzens das Kapitel PSB geschlossen sehen möchtest - aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht liege ich aber auch ganz einfach falsch mit diesem empfinden aus weiter Ferne.

So oder so: Eng beieinander sehe ich unsere Ausführung im Vergleich zu deinen nicht, klingen deine doch im Kern nach einer verhältnismäßig schnellen Verrentung. ;)
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Steffen
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#952 Beitrag von Steffen »

ChrisPSB hat geschrieben:Ich empfinde es so, Steffen, dass da ein grundsätzlicher Unterschied in der Art und Weise der Antizipation dieser Gedankenspiele vorliegt: Korrigiere mich, wenn ich da falsch liege, aber mein Gefühl sagt mir seit einiger Zeit, dass du im Grunde deines Herzens das Kapitel PSB geschlossen sehen möchtest - aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht liege ich aber auch ganz einfach falsch mit diesem empfinden aus weiter Ferne.

So oder so: Eng beieinander sehe ich unsere Ausführung im Vergleich zu deinen nicht, klingen deine doch im Kern nach einer verhältnismäßig schnellen Verrentung. ;)
Empfindest Du richtig. Aber es ist eher die Art und Weise meiner Ausführungen die nicht verstanden wird. Ich überziehe das Ganze deshalb seit ca. 10 Jahren, weil mir die endlosen Diskussionen und Entäuschungen mancher immer auf den Geist gegangen sind. Was ich nicht bedacht habe ist, dass ich mit dem ganze Überspitze der End-Phantasie wieder nur neue Diskussionen erzeuge, die eigentlich genauso unsinnig sind.
Fakt ist, dass Neil vor 3 Jahren mal gesagt hat, dass noch ein Album 'auf Halde' liegt. Jetzt nach dem ganzen Corona Mist (sag ich) ist wahrscheinlich noch Material für ein zweites 'Studio' Album zusammengekommen. Denke deshalb, dass wir im kommenden Frühjahr (vielleicht) mit ner VÖ rechnen können, wenn die zuständigen Stellen bei 'ner' Plattenfirma das durchwinken.
Der Rest wird dann irgendwann mal kommen, wenn sie grade mal Lust haben (noch) was zu machen oder (jaaaa) das auch in nem neuen 'Projekt' vermanschen. Kein Ding... (man möge mir die respektlose Schreibweise verzeihen, auch die ist nur Mittel zum Zweck)

Die Art, der Name der Tour lassen schwer auf eine Schlusstour schliessen - natürlich eine die (erstmal) kein Ende aufweisst. Deshalb auch keine Äußerungen disbezüglich der Beiden. ICH gehe aber davon aus, weil es einfach wunderbar passt! Und wieso nicht in 3 oder 4 Jahren noch hier und da bissl mit dem jetzigen Programm spielen. Alle grossen Hits - für Hinz und Kunz (der grosse Teil der Fans wirds bis dahin gesehen haben), das ist nen schön langsamer Abschied von der Livebühne.
Bin zum Erbrechen auf jedes Dorf - das werden sie nicht machen und ist auch nicht ihr Ding. Von finanziellen Aspekt ganz abgesehen. Die haben ihr Heu rein und müssten jetzt die restlichen Sachen noch irgendwie in Stiftungen packen...

Also - um wieder auf die Kernaussage zurückzukommen, die eigentlich keine Diskussionen mehr zulassen sollte: Tour auf der Südhalbkugel, dass die dort unten auch noch was abbekommen, dann noch 3-4 Jahre auf Festivals ausklingen lassen. Noch nen Album (oder 2) und nen Projekt und dann -seht dem endlich ins Auge- SCHLUSS! Und nicht rumjammern, wenns weniger wird! Und jaaaa - auch drüber freuen, wenns noch mehr (als diese meine Prognose) wird.


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konsul
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#953 Beitrag von konsul »

Natürlich geht das irgendwann zu Ende, aber ich glaube es wird eher ein Ende aufgrund des Gesundheitszustandes/ Tod geben, als das sie die Finger von der Musik lassen. Vielleicht wird es auch irgendwann günstiger und es rollen die Petvantare über die Bühne. 🤣

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Werner
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#954 Beitrag von Werner »

ChrisPSB hat geschrieben: Do 16. Jun 2022, 11:29 Bei allem Respekt und aller Sympathie für dich, Steffen, aber es ist seit Jahren erkennbar, dass das eher dein persönlicher Wunsch denn Realität ist. Die PSB werden, sollte nichts dazwischenkommen, auf absehbare Zeit sicher nicht in Rente gehen. Dagegen sprechen nicht nur zahlreiche Aussagen von Neil, sondern auch dass wir mittlerweile Bescheid wissen über zwei potenziell neue Alben sowie ein Musical. Verknüpfen wir zwei Alben mit Touren, sind wir locker versorgt die die nächsten acht bis zehn Jahre.

Diese GH Show in vorliegender Größenordnung ist relativ schnell durch und auf absehbare Zeit sicher auch nicht so wiederholbar. Ich glaube auch nicht, dass sie in den kommenden zehn Jahren ausschließlich GH Touren wollen.

So schnell, wie du vielleicht persönlich wünschst, sehe ich das Kapitel PSB nicht zuende gehen bzw. ad acta gelegt. Für mich persönlich muss ich sagen: Ich hoffe, ich behalte Recht mit dieser Prognose. Die Jungs schreiben seit mehr als zwei Jahrzehnten den Soundtrack meines Lebens und ich hoffe, dass das auch noch länger so bleiben wird. 🙏🏻
Die Hoffnung teilen wie sicher alle ;-) (seit mehr oder minder vielen Jahr(zehnt)en...)

Und GH-Touren haben sie im Grunde immer schon gemacht (ist doch eigentlich jede Tour ;-) ) - nur diesmal halt so benannt (kann man halt besser verkaufen). Insofern würde ich den Begriff nicht so hoch hängen.

Weitere Alben wird es auch ganz gewiss noch geben - aber ob zu jedem Album wieder eine Tour? Das glaub ich nicht so recht...

Eher wird man vielleicht nochmal was Spezielleres für die Tour auf die Beine stellen - mit Orchester wäre meine Wunschvorstellung (wobei da die Kosten dagegen sprechen) oder nochmal mehr theatralisch...

Wir werden jedenfalls ganz gewiss noch etliche Jahre mit weiterem Stoff versorgt: neues Musical, das Touring-Projekt... Aber etwas zurückstecken werden sie schon.

Auf keinen Fall wird es irgendwann mal eine Ankündigung oder Erklärung geben, dass es das letzte Kapitel ist - wäre glaub ich, nicht so ihre Art (obwohl Chris dieses Geschäftsmodell mit Hinblick auf Take That ganz clever fand :lol: )
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#955 Beitrag von Zukunft »

Einerseits müssen Neil und Chris weiterhin Lust aufs Tourleben haben und es körperlich auch schaffen. Derzeit sehe ich da keinerlei Probleme. Aber wer weiß, wie es in ein paar Jahren ist? Dann muss es einen Promoter geben, der die Jungs für eine Tour bucht. Welche Garantiesumme verlangen sie? Wie groß sind die Venues, die sie bespielen? Die Greatest Hits Tour läuft sensationell, aber was ist in 2-3 Jahren, wenn sie ein neues, der breiten Mainstreammasse unbekanntes Album betouren wollen? Will sich das Neil mit 70 Jahren noch antun?
Andererseits sehe ich sie absolut noch in der kreativen Phase. Songwriting und Produzieren werden sie sicherlich weiterhin noch viele Jahre. Im aktuellen Tourbook steht ja, dass sie 18 Songs und ein Musical auf Halde haben. Zwei Alben und das Musical wird es wohl noch (mindestens) geben. Ob diese Produktionen mit einer Tour und dicker Promotion flankiert werden? Da wären wir wieder am Ausgangspunkt dieses Posts.
Ein neues Album veröffentlichen sie mit x2 auf eigene Rechnung. Es gibt keine Vorschüsse mehr von EMI und keine Garantiezahlungen. Wie kalkulieren die eine Albumproduktion? Was kostet ein Studio und ein Produzent? Muss da zur Refinanzierung die Tour zwangsläufig sein? Ich glaube, den beiden würde es gefallen, die Alben und vor allem das Musical zu produzieren und gar nicht mehr selber in Person groß in Erscheinung zu treten. Nur würden sie bei diesem Modell mutmaßlich draufzahlen.

Roland
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#956 Beitrag von Roland »

Hier noch mein etwas ausschweifender (Berlin)-Report.

Ich gebe ihm mal den Titel:

Tick Tack, Tick Tack, du wirst alt*

***********

Hamburg im Februar 2000

Pet Shop Boys spielen auf dem 2. Teil ihrer Nightlife-Tour in der Alsterdorfer Sporthalle.

Um einen brauchbaren Platz zu erwischen, finde ich mich rechtzeitig, also Stunden vor Konzertbeginn vor der Halle ein. Später dann, vorbei an der üppig beleibten, schon leicht schwitzigen Security, die ihr Handwerk im besten Sinne des Wortes versteht, trete ich in einen Konzertbau der ganz besonderen Art. Akustik, Beleuchtung, Klimatisierung und Ambiente der Spitzenklasse, wahrhaft norddeutsches Understatement.

Understatement ist bei den Pet Shop Boys nicht angesagt. In einem Anfall von Größe
hat man sich, eine noch in schwarzes Tüll gehüllte stylische Bühne, entworfen von Stararchitektin Zaha Hadid, in die Halle schleppen lassen, um darauf dann später den vollen Zauber elektronischer Musik zu entfachen.

In einer Zeit, wie man heute besser weiss, als sich das größte aller Pop-Duos in einem kommerziellen, vielleicht auch künstlerischen Sinkflug befand, wurde geklotzt und nicht gekleckert. Immerhin werden die Deutschen Single-Charts von anderen Künstlern wie Oli P., Loona, Lou Bega, Echt, Rednex und den Vengaboys beherrscht.

In den Album-Jahrescharts 1999 erreicht „Nightlife“, ein Herbst-Album, den 99. Platz. Im Folgejahr taucht es dort nicht mehr auf. Das Popgeschäft ist knallhart, die Leute vergessen schnell. Ich habe sie nicht vergessen.
Eventkultur ist noch ein unbekannter Begriff und Konzertveranstaltungen haben weitaus geringere Bedeutung für Publikum und Künstler als heute.
Die alte Datenträger-Musikindustrie ist noch gut im Geschäft aber die Dämmerung beginnt.

In der Halle meine ich noch den Geruch der letzten Mannschaftssportveranstaltung wahrzunehmen, an den Umkleiden, Duschräumen und Klos bin ich da aber schon vorbei,
bis zum Konzertstart warten neben mir auch Brezel, Bier und viel Erwartung, gedrückt in einen Hartschalensitz, im Seitenrang platziert, dass es endlich losgehen möge.
Auch die Energiereserven eines jungen Mannes sind endlich. Bei Konzertbeginn ist die Halle
überschaubar gefüllt.

Schnitt - 22 Jahre und viele Alben später - am Nachmittag des 11. Juni -

Ich befinde ich mich auf dem Weg im Regionalexpress von Rostock nach Berlin,
Dank 9-Euro-Ticket, gut mit glückseeligen Berliner*innen auf dem Heimweg vom Strand-Tagesbesuch in Warnemünde besetzt, befinde ich mich auf Sparsocke auf dem Weg in die Hauptstadt, zum vermutlich größten Pet Shop Boys-Einzelkonzert in Deutschland - jemals.

Mir gegenüber ein Berliner Papa mit seinen 2 kleinen Töchtern, den Strandkram in einen Rucksack gestopft, die 3 unterhalten sich zweisprachig in deutsch und französisch miteinander. Ich fahre also wirklich in eine Weltstadt, jetzt ich bin mir ganz sicher.

Die Bahn liefert pünktlich, die BVG liefert pünktlich, ich erreiche 20 Minuten vor 20 Uhr
S+U Warschauer Straße. Die Arena, als ich zuletzt hier war stand das Ding noch quasi allein in der Gegend, muss ich suchen,
es wurde inzwischen kräftig und weltstadtwürdig gebaut.

Auf meinem Ticket steht, dass ich einen Premiumeingang benutzen soll, den ich, an
südfruchtsüchtigen Menschenmassen, milde lächelnd, vorbei, auch rasch finde.
Die Sohlen meiner Turnschuhe werden im Eingangsbereich von einem Kaschmirwolle-verstärkten Teppich gestreichelt, niemand verstopft diesen Hallenzugang.
Freundlich lächelnde und adrett uniformierte Mitarbeiter lassen mich eintreten, eine flughafenähnliche Sicherheitsabfertigung erspart jegliche Handgreiflichkeit.

Ein Barcode-Scanner sorgt dafür, dass ich mein Ticket in Museumsqualität wieder einstecken kann, niemand fingert daran herum. Mit wohlwollendem Nicken lassen mich die Mitarbeiter in den Premium-Lounge-Bereich. Ich gehöre jetzt zu einer anderen Klasse von Konzertbesuchern.
Das Ding in Hamburg hieß ja nie Trabant-Arena, aber ich fühle dennoch den persönlichen Aufstieg und natürlich auch den von Neil und Chris.

Auch Premium-Lounge und die dortigen Gäste geben mir das Gefühl nicht mehr der jugendliche Normalpöbel zu sein.
Hier wird gereiften Damen und Herren, auch meine Haare haben das Neil Tennant-Bilingual-CD-Special-Edition-Slipcover-Graulevel erreicht, nicht nur schnödes Bier serviert, selbstverständlich werden auch Sekt und Wein gereicht, Smalltalk lässt sich hier zudem bestimmt gut trainieren.

Ich habe dafür keine Zeit mehr, habe ich doch am Stand für Kram und Co. noch fix Litho Nr. 263 eingesackt, die nette Verkäuferin hatte dafür sogar eine schützende Schlauchfolie parat, aus der Halle dröhnt schon etwas Pre-Show-Musik. Pandemiekonform begebe ich mich in die Halle.
Mein Platz im Unterrang ist großzügig beinfrei, mein in die Jahre gekommener Rücken wird von einem gepolsterten Sitz mit Armlehnen begrüßt. Effizienz pur, kein Energieverlust bis zum Showstart.

Schnitt - weswegen ich da war -

Erste Überraschung des Abends, das Intro. Das wichtigste Element einer Pet Shop Boys-Show wird diesmal im Prinzip nicht von den Pet Shop Boys geleistet, sondern von einem französischen Electro-Musiker, namentlich „Rone“. Dieser ist Bestandteil der Pre-Show-Musik und mit „Babel“ deren letzter Titel. Gewählt wurde der dazugehörige Remix (gekürzt) von Maceo Plex.

Mit deutlich angehobener Lautstärke signalisiert der Titel kurz nach 20 Uhr, dass das Konzert startet. Wie elektrisiert kommt die voll besetzte Riesenhalle in Bewegung und steht, noch bevor das große Popduo überhaupt ansatzweise in Sicht kommt. Eine Art dechiffrierter Geheimcode?
In den ersten Reihen des Innenraums ist mit sofortiger Wirkung die Sitzordnung aufgehoben.
Der treibende Electrobeat mit dort hineingipfelnder vangelesker Synthfanfaren-Fettheit hat es in sich und vermag sekundös zu zünden. Berlin scheint in Laune zu sein.

Dieser Anschub war gut so, denn mit Betreten der Bühne und dem eher verhaltenen trippeligen Start von „Suburbia“ in der bekannten Brit-Award-Version, der doch einiges Tempo rauszieht, geht es beim Beindrucken des Publikums abwärts. Hier sage ich mal: Hallo Hamburg, Hallo „For your own good“! Verständlich, dass für den ersten Titel kein Cover gewählt wurde, das wenig später folgende „Streets“ hätte ich als deutlich geeigneter gefunden. Aber man wollte mit „Can you forgive her“ und „Opportunities“ zum Aufwärmen wohl eher im Mitteltempo als im High-Energy-Modus starten. Früher, wie gesagt, war mehr eigenes Power-Lametta.

Nach den ersten Titeln wird klar, dass man sich im Arrangement der Songs, abgesehen
von hauptsächlich percussiver Ergänzung, für die „Cubism/Fundamental-Tour“-Linie entschieden hat, also einer eher basischen Präsentation der Songs, die den gewissen Wiedererkennungswert beim Breitenpublikum hat. Über das gesamte Konzert hinweg bescheinige ich den Übergängen von Song zu Song hohes und findiges Niveau. Da steckt viel Arbeit drin. Einziger Ausfall für mich der Übergang von „Domino Dancing“ zu „Monkey Business“. Aber was will man da auch machen.

Das herausstechendste und beste Arrangement des Konzerts war für mich das zu „Heart“.
Der lobenswerte Ansatz die Songs bandmäßig und mit erheblicher Percussion zu spielen, führte meinem Geschmack nach dazu, dass den eigentlichen Maschinentracks wie „Streets“, „So hard“, „Can you forgive her“, Always on my Mind“, „It´s a Sin“, letzteren beiden wie schon auf der „Super-Tour“, doch etwas Pfeffer, Druck und Härte fehlte. Man muss an dieser Stelle auch sagen, dass zur „Release-Tour“, ebenfalls mit Band-Konzept, einiges fleischiger und saftiger arrangiert war. Die Lautstärke in der Halle hätte bei manchen Titeln etwas mehr vertragen können.

„Left to my own devices“ wurde jetzt wieder in der anständigen Version präsentiert, das empfand ich als sehr erfreulich. „Dont know what you want.…“ , und überraschender: „New York City Boy“ zündeten kaum. Die Intimität von „You only tell me …“ war verschenkt in dieser Riesenhalle.
Da nützen auch keine Smartphones. Der passende Rahmen ist das für mich nicht.

Das ich mich irre über die Edeltracks „Rent“, „Jealousy“ und „Being Boring“ gefreut habe, sei nur erwähnt. Obwohl ich bis heute den Eindruck habe, dass das grandiose „Jealousy“ bei breiteren Massen irgendwie unbekannt oder komplett unterbewertet ist.
Irgendwie bewies das auch diesmal die Reaktion in der Halle.

Eine besonders lobende Erwähnung für „It´s alright“ und „Losing my mind“, die ich, ohne Setlisten zu checken, noch überhaupt nicht live erlebt habe. „Single-Bilingual“ und „Domino-Dancing“ sind im Bandkontext besonders gelungen. „Dreamland“ kam als einer der neuen Krötenschluckersongs beim Publikum besser an als „Monkey Business“, jedoch halte ich das nicht für allzu überraschend.

Generell läßt sich zur Songauswahl urteilen, dass das große Popduo im Prinzip nix anderes gemacht hat als auf den letzten Touren, sich also die übliche kleinen Freiheiten genommen hat, „Greatest Hits-Tour“ hin oder her.
Wie bei „You only tell me …" und der Moderation von Herrn Tennant auch zu gut hören, gibt es da auch klar genutzten Interpretationsspielraum. Hab ich auch nicht anders erwartet. Bei „Losing my mind“ war dann eben Liza Minnelli die Hitlieferantin.

Für ein PSB-Konzert verhältnismäßig gut ausgesteuert war der Sound, auch Neil kam gesanglich gut rüber, sonst eigentlich fast immer bemängelnswert. Die nasale Matschigkeit seiner Stimme im Mix war diesmal eigentlich überhaupt nicht präsent. Sonst eigentlich Standard. Ein sehr erfreulicher Aspekt dieses Konzerts. Irgendwie kam es mir im Ohr wegen der ganzen Dauerpercussion am Ende allerdings etwas schepperig vor. Eine halbe Stunde mehr hätte ich wohl nicht vertragen.

„Vocal“ erwies sich vom neueren Material einmal mehr als zündender Stomper. Ich spreche ihm aber dennoch keine imperiale Qualität zu. Dafür ist und bleibt er mir zu billig und prollig, vor allem im Maßstab zum Qualitätslevel früherer Stampfer.
Bei den Dauerbrennern „Go West“, „WEG“, „LCQ“ und „What have i done…“ herrscht bei mir gegenwärtig eine überbordende Vollsättigung.

Dem gesamten Songprogramm möchte ich, auch jenseits gewisser Notwendigkeiten, einen guten Geschmack und ordentliches Gesamttempo bescheinigen, einige Passagen erschienen nahezu atemlos und atemberaubend. Man wollte zeigen was mal war und was man noch ist, sozusagen auch eine Machtdemonstration, und man konnte es überzeugend darbieten, eine Blöße war da nicht zu erkennen. Neil und Chris sahen blendend fit und einfach gut aus.

Das visuelle Showprogramm war effektiv, die Bühnenpräsentation im kaskadischen Aufbau mit
guter Tiefenwirkung und Räumlichkeit. Durch den hochziehbaren vorderen Screen sowie zusätzlichen Seitenscreens diesmal auch in einer Riesenhalle wirkungsvoll und als angemessen zu bezeichnen. Die Grafiken der Thematik „Dreamworld“ gerecht. Von Retro bis Moderne war etwas dabei.

Alles sah irgendwie nett und fröhlich leuchtend aus. Hat bestimmt auch einiges an Arbeit und Geld gekostet. Allerdings für meinen Geschmack sehr keimfrei, wenig nachhaltig oder besonders special, es hinterließ mich insgesamt also auch etwas kalt. Mal einen Fingerzeig nach oben zum Hamburger Text-Segment, da war mal mehr Experiment, Frech und Sex.
Das hat ihnen Frau Becker mit Blickpunkt auf Ökonomisierung und Welt-Homogenisierung für ein breites Publikum in den letzten 15 Jahren aber leider auch etwas ausgetrieben.
Man merkt, dass Tanz und Performance und letztlich auch emotionale und menschliche Momente fehlen, die durchaus brillante technische Darbietung kann das nicht ausgleichen.
Leider hat sich Herr Lowe wieder einmal verschanzt.

Die Laternen sind ein ganz netter Einfall, aber wenn Neil kurz davor ist, mit der Laterne GoGo zu machen oder Gene Kelly und „Singin´in the Rain“ zu imitieren, denke ich: Tu es bitte nicht.
Das Laternengeschiebe mit dem jungen Mädel bei „What have i done …“ ist wirklich albern.
Aber gut. Es ist irgendwie auch Beiwerk. Für mich zählt auf Konzerten eigentlich primär die musikalische Darbietung. Von daher, drauf gepfiffen.
Für eine Greatest Hits-Tour ist die Konzentration auf die schaffenden Musiker statt auf Show vielleicht aber auch nicht der dümmste Gedanke, pandemiekonformer wohl auch.

Die späte aber vor allem wohl auch genugtuende Anerkennung durch ein größeres Live-Publikum, in angemessenerem Rahmen als bisher, freut mich riesig für Neil und Chris.
Das war längst überfällig und steht für mich im Anbetracht einer der längsten, stabilsten und kreativsten, künstlerischen Zweier-Formationen der jüngeren Musikgeschichte, überhaupt nicht in Frage.

Das Berliner Publikum bleibt die gesamte Show über verlässlich gut gelaunt und damit Daumen hoch. Keine Extase aber zu brav war es auch nicht, man könnte sagen altersschnittgerecht.

Schnitt - ich lasse sacken -

Gegen Mitternacht nehme ich den Nachtbus nach Schweden der in Rostock irgendwann im
Morgengrauen stoppt, die Temperaturen sind mild und ja, es war schön.

Ich habe das Gefühl es wird ein guter Sommer. Deutschland entspannt sich - trotz oder wegen aller Krisen. Muss auch mal sein.

*Zitat: Rammstein

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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#957 Beitrag von Tenlow »

Wunderbar geschrieben. Hat Spaß gemacht das zu lesen. Danke dir.
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#958 Beitrag von ChrisPSB »

Sehr unterhaltsam, Roland! Vielen Dank!
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Zoops
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#959 Beitrag von Zoops »

Danke, Roland.
Ich mag hier noch mal an einen ganz anderen Punkt erinnern: das ganze findet unter Corona Bedingungen statt!
ich war in Hamburg und in Berlin. In Berlin stand ich ganz vorn. Es ist immer wieder ein tolles Erlebnis und ich bin sehr dankbar, dass ich das noch mal erleben durfte.. Seit Donnerstag bin ich in Quarantäne. Ob ich mir das in Berlin oder sonstwo geholt habe, ist reine Spekulation. Ich war einer von 15 Leuten, die noch am Bühneneingang gewartet habe. Ich habe eigentlich genug Menschenverstand, dass ich weiss/wusste, dass ich beide nicht sehen werde und vermutlich das Auto an uns vorbeirauscht. Ich stand da trotzdem. Das klingt vielleicht dämlich, so dämlich fand ich es nicht. Ich habe mit vielen netten Leuten gesprochen und es war ein sehr schöner Abschluss eines schönen Abends (die Beiden sollen das Gebäude dann auf der anderen Seite verlassen haben). Ich sehe natürlich da das Risiko für die beiden, die die Tour eigentlich schon vor zwei Jahren machen wollten. Corona schwingt immer mit und viele andere Konzerte fallen auch jetzt aus. Auch wenn es da Regeln geben mag, so besteht ja auch bei den Konzerten oder wo auch immer die Möglichkeit der Ansteckung. Selbst Chris trägt nicht immer eine Maske.😂 Ich hoffe, dass sie diese Tour unter diesen merkwürdigen Bedingungen sicher zuende bringen. 🙏 Ich gehe stark davon aus, dass sie ihr Weg auch noch nach Südamerika und Asien führen wird. Also, ich finde, insbesondere Neil sieht man die Anstrengungen durchaus an. Das wird ja auch nicht einfacher mit der Zeit.
Neben den Corona-Umständen frage ich mich eigentlich seit Jahren, ob da noch ein tiefere Sinn in den grossen Hallen liegt (der bisherige Zuschauerzuspruch dürfte auch den Promoter u. a. gefallen haben) . Geld werden die Beiden sicher nicht mehr für den Lebensabend brauchen. Oder "sparen" sie sich da Geld für ein anderes Projekt? Das besagte Musical? Ich hätte auch mal darauf gewettet, dass ich a man from the future in der Elphi in Hamburg erlebe. Darum ist es ja sehrrrr ruhig geworden.
Ich würde mich wie Bolle freuen, wenn ich tatsächlich noch mal ein PSB Konzert erleben darf. Neben dem Konzert an sich waren gerade in Berlin die Gespräche mit vielen (tojo z. B. hier aus dem Forum) für mich auch der Grund, warum ich das immer wieder gerne mache (in gewissen Rahmen).
Auch wenn es noch 1- 2 Alben geben sollte, so bin ich nicht sicher, ob insbesondere Chris noch Lust hat, über die Lande zu ziehen. Ich werde nur das Gefühl nicht los, dass sie da noch mal mit einer Nummer kommen, die alle überrascht. Nun, wenn es nicht so kommt, wäre es auch nicht schlimm. Ich bin jedenfalls sehr gerne in der PSB (dream) world... und werde es auch für den Rest bleiben... 👍🙏😘

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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#960 Beitrag von Werner »

Roland hat geschrieben: So 19. Jun 2022, 10:27 Hier noch mein etwas ausschweifender (Berlin)-Report.
...
Sehr schöner Text :-)

Eins vorneweg: "It's Alright" wurde sogar auf der besagten Nightlife-Tour gespielt ;-)

Ganz teile ich all Deine Einschätzungen allerdings nicht - vielleicht bin ich aber auch noch zu jung ;-) :lol:

Ein wesentlicher Aspekt der Gesamtwirkung ist m.E., dass das Ganze visuell nur vollständig seine Wirkung entfaltet, wenn man nahe genug dran ist. Für die hinteren und oberen Ränge in diesen großen Hallen skaliert das Bühnenbild dann doch nicht richtig - auch wenn es von dort aus trotzdem eindrucksvoll wirkt (da müsste man schon das GANZ große Besteck rausholen wie hier https://www.youtube.com/watch?v=9-T-bbiFn_U ;-) )

In Hamburg hab ich mir das Ganze aus der Ferne angesehen - das war schon toll, aber so richtig geflasht war ich in Leipzig und erst recht in Berlin, mittig in der Mitte - dort gab es optisch rund um die Uhr voll auf die Zwölf und hatte ich z.B. bei Vocal fast das Gefühl, dass gleich die Bühne explodiert... In Leipzig dachte ich an diesem Punkt: wie soll es hier eigentlich noch eine Steigerung der Intensität geben? - aber die kam tatsächlich... Überraschenderweise für mich auch mit Go West und mit It's a Sin (quasi die Fassung der Super-Tour, die ich unfassbar energetisch empfinde) erst recht.

An alle drei Orten war ich übrigens u.a. in Begleitung verschiednstaltriger PSB-Live-Novizen, die alle den gleichen Grundtenor der Einschätzung hatten: tolle Show - sehr intensiv.

Ein paar Schwächen über aller Konzerte hinweg würde ich benennen:
- In Hamburg vor allem der Sound auf den hinteren Rängen - in Leipzig in der Mitte hingegen war es zum Ende hin fast zu viel. Berlin war durchgehend OK.
- Ein paar Übergänge wirkten für mich wie nicht bis zu Ende durchdacht und sehr komisch: Single -> Sea vida E, AOMM -> Dreamland, Heart -> It's Aright... Da holperte es schon ganz schön.
- Domino Dancing als Mitsing-Nummer hätte etwas minimalistischer gemusst (wie auf der Super-Tour) damit es auf dieser Ebene wirkt.
- Nicht so richtig zündeten für mich IDK, Monkey Business (hier waren die Visuals ganz besonders in der Ferne nicht tauglich), leider auch ein wenig Jealousy in dieser Live-Version (obwohl ich sehr froh bin, dass das dabei war).

Meine Highlights:
- Losing My Mind -> AOMM: grandios, dass überhaupt dabei - und vor allem der Übergang!
- So Hard -> Umbaupause: Sehr cool im Abgang von So Hard und dann die Visuals mit dem angedeuteten LTMOD-Thema
- Heart: nicht mein Lieblingssong, aber in diesem Arrangement unfassbar gut
- Drunk: sehr angenehm, dieses Runterkommen zwischendurch
- LCQ: vor allem visuell
- Dreamland: Sehr überraschend wirkungsvoll
- WEG: Gänsehaut - auch mit den Ukrainebezogenen Text-Änderungen
- Being Boring: Nochmal Gänsehaut mit dieser unfassbaren Optik, die dann auch noch in der Anfangslinie (Draw a line, More is less, Is minimal...) endete - und der letzten Zeile, die so ganz ganz explizit betont wurde.

Auf keinen Fall würde ich an irgendeiner Stelle das Prädikat "keimfrei" anwenden - für mich rundum gelungen und viel besser als ich in Anbetracht der Grund-Ausrichtung und der nicht gespielten Songs erwarten konnte.

Ich hoffe, es gibt nächstes Jahr nochmal einen kleinen Durchlauf in D - und vor allem eine gut gefilmte VÖ.
Bild
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#961 Beitrag von jens1731 »

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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#962 Beitrag von Tenlow »

Werner hat geschrieben: Mo 20. Jun 2022, 11:56
Ein paar Schwächen über aller Konzerte hinweg würde ich benennen:
- In Hamburg vor allem der Sound auf den hinteren Rängen - in Leipzig in der Mitte hingegen war es zum Ende hin fast zu viel. Berlin war durchgehend OK.
- Ein paar Übergänge wirkten für mich wie nicht bis zu Ende durchdacht und sehr komisch: Single -> Sea vida E, AOMM -> Dreamland, Heart -> It's Aright... Da holperte es schon ganz schön.
- Domino Dancing als Mitsing-Nummer hätte etwas minimalistischer gemusst (wie auf der Super-Tour) damit es auf dieser Ebene wirkt.
- Nicht so richtig zündeten für mich IDK, Monkey Business (hier waren die Visuals ganz besonders in der Ferne nicht tauglich), leider auch ein wenig Jealousy in dieser Live-Version (obwohl ich sehr froh bin, dass das dabei war).

Die Übergänge empfand ich auch als teilweise ein wenig stümperhaft, gerade der von dir besagte Single --> Se a vida e ist und war ziemlich unrund und unschön.

Domino Dancing bekommt meines Erachtens nicht die Aufmerksamkeit, die der Track verdient. Erst wird da groß die "Geschichte" hinter dem Titel angekündigt, nur um dann den Titel ca. 2 Minuten (anzu-)spielen und dann sofort zu Monkey Business überzugehen, welches dann voll ausgespielt wird...nun ja.

IDK und Jealousy zünden beim "normalen" Publikum natürlich überhaupt nicht, klar. Für uns Fans trotzdem schön, dass sie dabei sind.

Generell bin ich manchmal kein Fan dieser Mash-Ups. Klar, so kriegt man mehr Tracks rein in weniger Zeit auch, aber so entfalten sich manche einfach nicht und wirken ein wenig schnell schnell abgefrühstückt.

Manchmal wäre auch ein bisschen mehr Zeit zwischen Songs wirklich schön, auch für die Stimmung sogar imo. Beispiel: Nach der grandiosen Version von Love comes quickly und dem tollen Ende mit "Passion, Love, Sex, Money" fadet das ja aus, die Leute wollen klatschen hat man das Gefühl, was aber nicht geht weil es sofort und direkt mit "Violence, Religion, Injustice and Death weitergeht (was ja noch ok ist) und direkt und ohne Atempause der nächste Track beginnt. In solchen Momenten würde ich mir eine kurze Pause wünschen, aber das "stört" vielleicht nur mich ;)
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#963 Beitrag von Roland »

Werner hat geschrieben: Mo 20. Jun 2022, 11:56
Roland hat geschrieben: So 19. Jun 2022, 10:27 Hier noch mein etwas ausschweifender (Berlin)-Report.
...

Eins vorneweg: "It's Alright" wurde sogar auf der besagten Nightlife-Tour gespielt ;-)

Dem kann ich noch eins draufsetzen.
Habe den sogar später nochmal in London beim "Cancer Trust" Konzert erlebt.


Aber ich hab mich ja im Bericht schön rausgeredet. :)

Roland
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#964 Beitrag von Roland »

Meint eigentlich die angekündigte "volle Produktion" auch volle Setlist für das Konzert morgen in Glastonbury?
Der Mitschnitt von BBC Four ist ja nur für 90 Minuten vorgesehen.
Also doch wohl gekürzte Setliste - oder?

Wenn das wirklich nur 90 min sind, käme der Mitschnitt für eine kommerzielle Nachveröffentlichung auch kaum in Frage, da ja locker eine halbe Stunde zu den Standard-Auftritten fehlen würde.

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Tenlow
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#965 Beitrag von Tenlow »

Könnte ja trotzdem irgendwie dann veröffentlicht werden, so wie auch bei dem 2010er Glastonbury Auftritt dann geschehen.

Die Setliste wird gekürzt sein, ja. Das war ja auch bei den bisherigen paar Festival Auftritten so. Glaube mehr als 90 Minuten sind die Slots auch gar nicht...
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#966 Beitrag von ChrisPSB »

konsul hat geschrieben: Di 31. Mai 2022, 18:56 Auch andere User äußern hier ihre Meinung und bekommen von dir dann den überheblichen Satz „Das ist m. E. ein Trugschluss und zeigt, dass du SM nicht blickst.“ reingedrückt. Aber das ist natürlich nicht anmaßend in deiner Welt.
Neil, Chris oder das Management teilen "private" Inhalte ausschließlich aus Gründen des Marketings*, und nicht, weil die PSB darauf versessen sind, uns an ihrem Alltag teilhaben zu lassen. Dieses SM-Game kann man noch ganz anders spielen, sie vollziehen das allerdings innerhalb eines Rahmens, der ihnen vertretbar erscheint. Dieser Rahmen ist klar abgesteckt. Das war schon immer so, bedienen sie doch Kanäle immer nur dann regelmäßig oder aktiv, wenn es etwas zu promoten gab oder gibt. Twitter wurde gar einmal deaktiviert, weil man laut Chris festgestellte habe, dass es die Möglichkeit zum Antworten und somit zur interaktion gebe (ein klassischer Chris :D). Und wenn man das nicht sieht, dann blickt man SM als Marketing- und Promotion-Tool nicht, was im übrigen nichts anderes heißt, als dass man es (noch) nicht so recht verstanden hat. Und das ist zunächst einmal eine Feststellung und sicherlich weder überheblich noch beleidigend (gemeint).

Dass es das in deiner Welt zu sein scheint, ist leider Teil des Problems in der aktuellen Debattenkultur im Netz, die bei der kleinsten Spitze vor Empörung laut aufschreit. Dabei bist du es selbst, der in den letzten Jahren immer wieder durch arg persönlich intendiertes Nachtreten (bspw. Anzweifeln geistiger Gesundheit) aufgefallen ist. Gleichzeitig versuchst du immer wieder, dich hier als moralisch überlegene Instanz und Saubermann zu präsentieren. Wer allerdings deine Beiträge kennt, der weiß, dass diese Art der Inszenierung ein Trugbild darstellt.

*Neil weicht davon hin und wieder bewusst ab, wenn er Inhalte teilt, die ihm offenkundig persönlich wichtig sind und die er somit gern von der Community zur Kenntnis genommen sieht.
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#967 Beitrag von loveetc123 »

Gruss aus der ägyptischen Sonne und dann so tolle Nachrichten. Für mich war es klar, dass noch was kommt,bei so einem sensationellen Erfolg und da auch noch kein Konzert gefilmt wurde.Mal gespannt,was in Deutschland noch kommt. Ich hatte ja so in meinem Traum den 2.Teil der Tour,mit anderen Greatest Hits und in Städten,wo sie noch nie waren.Immerhin kommt ja nun Paris,wo sie lange nicht waren.In Deutschland vielleicht noch 4,5 Konzerte in mittelgroßen Hallen.Bis Juni ist ne lange Zeit..Wo waren sie hier noch nie,was jetzt nicht ganz Dorf ist?Nürnberg,Kiel,Erfurt,Bielefeld..Lach.Mal gespannt,erstmal der grosse Auftritt am Abend.Übrigens,gestern beim Abendessen in Marsa Alam lief Dreamland....

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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#968 Beitrag von loveetc123 »

Ah,wir haben keinen Glastonbury Thread?Dann hier noch kurz meine Gedanken.Heute steht in der Zeitung, dass die PSB Glastonbury abrunden....Noel Gallagher sagt,dass er sie sehen will,wird wahrscheinlich für sie auch ein Höhepunkt

Eigentlich schade, dass nur die abgespeckte Version der Tour zu sehen sein wird.Welche Lieder fallen nochmal weg?
Und der Gastauftritt?Hmm,ich denke ja,auch,dass es Olly Alexander sein wird,aber wäre dies nicht zu "einfach",ausserdem schon an Silvester und bei BBC schon gewesen.Also ich fände natürlich mit Soft Cell mega,glaube ich aber auch nicht. Aber was ich richtig geil fände und dem Anlass entsprechen und das Bühnenbild wäre auch schon da---Liza Minelli,Losung my Mind .Hey 50 Jahre Glastonbury,warum dann nicht der Auftritt mit ihr?Das wäre natürlich die Sensation.Und wenn Paul Mc Cartney mit 80 singt und auftritt,warum nicht auch sie.Eigentlich würde ich an PSB Stelle so denken.Lassen wir und überraschen.Gibt es eigentlich auch einen Glastonbury Livestream, oder nur das,auf BBC?Danke

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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#969 Beitrag von ChrisPSB »

Die aktuelle Tour/Show ist vielleicht das "coolste" was die PSB seit Performance auf die Beine gestellt haben. Ich bin sehr happy, dass es 2023 weitergeht. Ich habe Lust, mir das ein drittes Mal anzusehen und hoffe wie du, romy, auf zumindest ein oder zwei Änderungen in der Setlist.

Zu Glastonbury: Purple Zone ist ein Soft Cell Song und wird glücklicherweise nicht gespielt werden. Das Ding ist peinliches Durchschnittsgedudel und gehört nicht auf dieses Festival, denn dafür haben wir schon Always on my mind in der Setlist. Das ist gut, das reicht. Ich finde die auf 90 Minuten komprimierte Setlist für Festivals sogar besser als zwei Stunden, denn selbst ich als Fan komme bei zwei Stunden an meine Grenzen... idealerweise ist das wirklich "one hit after another", womit erreicht wird, was Neil als Programmtik formuliert hat: "we aim for euphoria".

Dennoch erschließt sich mir dann die Festival-Setlist zumindest nicht in Gänze. Das wären meine Änderungen (neben den Bekannten Streichungen):

- Can you forgive her raus
- New York City boy statt IDK
- Monkey Business raus, Domino Dancing full length (Single Version)
- Single Bilingual raus, Se a vida é full length

What have I done to deserve this und Jealousy sowie Drunk sind für eine Festival-Crowd in der Tat verschmerzbar.

Der Slot am letzten Tag des Festivals zur Prime Time ist zudem das Beste, was den PSB passieren konnte. Kendrick Lamar allerdings auch die härteste Konkurrenz, die man sich vorstellen kann - zumindest, wenn man auch ein teils jüngeres Prublikum anlocken möchte. Dennoch: Der Gig der PSB wird eine einzige Party, und das wird auch die regular Crowd catchen, da bin ich mir sehr sicher, und das wird somit in Erinnerung bleiben. Da wir die Show kennen und wissen, was uns heute erwartet, ist es auch krass, die Progression von 2000 (da wirkten sie teils leider echt down the dumper) über 2010 (elegant und triumphal!) bis heute zu sehen. Heute wird das einfach nur cool. Da bin ich mir sehr, sehr sicher.
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#970 Beitrag von loveetc123 »

Meine Meinung zu Purple Zone ist ja bekannt,lächel.

Single -Bilingual und auch Monkey Business fand ich echt überraschend gut,auch visuell, finde ich schade Die Drums bei Single, diese tanzenden Figuren bei Monkey..

Bin vorhin im Geiste mal so durchgegangen,was bisher nicht gespielt wurde,von dem,was Neil ja mit Drunk als Hit bezeichnete,also Top Ten Uk zb..Da kommt ja einiges,Love etc ,Red Letter Day(wäre mein Wunsch) Home and Dry,Somewhere, Miracles,Before, Stupid, auch wouldnt normally Do this Kind of thing ,In Private,I'm not scared usw

Bleibt noch die Frage heute,Liza, Olly oder Mr.X

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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#971 Beitrag von ChrisPSB »

Neil hat im Radio geäußert, dass der Gast eine offensichtliche Wahl ist. Also spricht alles für Olly. Und so wird es auch kommen.
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#972 Beitrag von konsul »

Was die an dem finden, ist mir schleierhaft. Aber gut, sie müssen ihn mögen, nicht ich.

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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#973 Beitrag von Zukunft »

In Deutschland rechne ich 2023 nicht mit einer ausgedehnteren Extra-Runde. Wenn in UK, wo die Hallen größer und komplett ausverkauft waren, vier Zusatzshows anberaumt wurden, dann werden es in Deutschland vielleicht zwei oder maximal drei. Ich könnte mir Köln vorstellen und möglicherweise nochmal Berlin. Auch denkbar sind Open Air Auftritte wie damals bei Cubism in Ludwigslust.

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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#974 Beitrag von Tenlow »

So, der VPN glüht schon...Nun mal raus mit den Jungs :D
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Re: Rescheduled: "Dreamworld: Greatest Hits Tour 2022"

#975 Beitrag von Zukunft »

Der wichtigste Gig des Jahres, live im TV und dann streikt die Mechanik des LED-Gitters.

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